Die Ende Mai aus einer Fusion hervorgegangene neue «Standortförderung espaceSolothurn» unfasst zwar das Einzugsgebiet von 41 Gemeinden. Auch 98 Unternehmen und 66 Einzelmitglieder werden gezählt, doch nur fünf zahlende Gemeinden, nämlich Solothurn, Zuchwil, Subingen, Deitingen und Recherswil. Präsident Peter Riedweg und Geschäftsführerin Esther Luterbacher stellten im Ratssaal des Gemeindehauses Bettlach die Leistungen der Standortförderung vor, auch mit der Absicht, Leberberger Gemeinden für die Trägerschaft zu gewinnen.

Zu hoher Beitrag?

Die Organisation, die auch einen Leistungsauftrag des Kantons hat, will Ansprechpartner sein für Fragen der Unternehmensansiedlung, betreibt ein Immo-Monitoring für Industrie- und Gewerbeliegenschaften, führt Events durch – beispielsweise auch auf englisch für Expats – und publiziert zweimal jährlich ein gedrucktes Journal. Die Trägergemeinden zahlen je nach Zentrumslage einen Mitgliederbeitrag von bis 2.20 Fr. pro Einwohner, was an der Versammlung der Gemeindepräsidenten als relativ hoch bezeichnet wurde. «Vielleicht würden bei 1 Fr. pro Einwohner mehr Gemeinden mitmachen», meinte Anita Panzer (Feldbrunnen). Eine Beitragssenkung ist aber vorerst nicht vorgesehen, wäre laut Riedweg aber selbstverständlich möglich, sobald die Trägerschaft genügend gross ist.

Hans-Peter Berger, Präsident der Gemeindepräsidentenkonferenz, erläuterte danach diverse Infos aus dem Vorstand des kantonalen Einwohnergemeindeverbandes, insbesondere aus einer Klausurtagung, die sich mit Alterspolitik, Sozialregionen, Bildungswesen, kantonaler GAV, Aufgabenentflechtung Kanton/Gemeinden und Strukturen des Gemeindeverbandes befasste.

Nach getaner Arbeit lud die Bettlacher Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut ihre Amtskolleginnen und -kollegen zu traditionellen «Bettlebier»-Fest mit Wurst und Brot in die «Zähnteschüür» ein.