Die 2006 durch den irischen Permakulturalisten Rob Hopkins initiierte Bewegung versucht, nachhaltige Lösungen jenseits ausgetrampelter Wege zu wichtigen Problemen wie Ressourcen-Knappheit, Klimawandel, Globalisierung, Abfallberge und gesellschaftlichen Wandel zu erarbeiten.

Scheitern und dennoch zum Ziel gelangen

Der Film «In Transition 2.0» führte die Zuschauenden zu einigen von insgesamt 1800 Projekten weltweit, die von Bürgerinnen und Bürgern angestossen wurden und die auf vielfältige Weise aufzeigten, wie in Gruppen verschiedenster Grösse für eine nachhaltige Umwelt und Stadtentwicklung gewirkt wird.

Der Film blendete dabei auch zwischenzeitliches Scheitern nicht aus, legte aber insbesondere und eindrücklich dar, wie mit Beharrlichkeit dennoch ans Ziel zu gelangen ist.

Schweizweit wächst die Zahl der Transition Towns unaufhörlich: Solothurn, Olten oder auch Biel gehören dazu. Der Erwachsenenbildner Lukas Weiss gab in einem Referat Einblicke ins Wirken von Transition Biel.

Projekte vernetzen und sichtbar machen

Man befinde sich zwar noch in der «Suchphase», habe aber bereits einiges aufgegleist. In einem ersten Schritt habe man bestehende Projekte miteinander vernetzt. «Es ist wichtig, das sichtbar zu machen, was bereits da ist», erklärte Lukas Weiss. Es gelte nun, in der Stadt sogenannte «Leuchtturmprojekte» zu schaffen, deren Ausstrahlungskraft engagierte Leute zum Mitmachen bewegen können.

Wichtig sei die Art, wie miteinander umgegangen wird. «Es soll ein partizipativer Prozess sein, nicht hilfreich ist es deswegen, wenn man bereits mit einem fixfertigen Plan vor die Leute tritt», führte Lukas Weiss weiter aus. Transition Biel Bienne ist ein lokaler Zusammenschluss privater, regionaler Initiativen, die sich für eine soziale und ökologisch verträgliche Entwicklung der Region Biel-Seeland engagieren. Im Moment führt Transition Biel/Bienne übrigens in Zusammenarbeit mit dem Filmpodium ein Festival durch, das noch bis zum 19. September in der Seevorstadt läuft.

Repair-Café entwickelt sich prächtig

Sascha Nussbaumer und Elias Meier vom Forum betonten, das man sich ebenfalls für «unpolitische und bürgernahe» Projekte einsetze. Als erstes zartes Pflänzchen wurde bekanntlich das Repair-Café gegründet, das sich prächtig zu entwickeln scheint. Peter Nussbaumer jedenfalls konnte davon berichten, dass er in der Zwischenzeit auch über den Gartenzaun auf zu erledigende Reparaturen angesprochen werde.