Der Orthopädiehersteller Mathys AG Bettlach erarbeitete im 1. Semester einen Netto-Umsatz von 67,7 Mio. Franken. Damit verzeichnet Mathys ein Wachstum von 9,0 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Preis- und währungsbereinigt betrug das Wachstum gegenüber Vorjahr 6,9 Prozent, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Nach 12 Monaten zieht Benjamin Reinmann, CEO seit Sommer 2017, ein positives Fazit: «Wir freuen uns über die Umsatzsteigerung und die gewonnenen Marktanteile. Im Umfeld eines kontinuierlichen Preiszerfalls, stark steigender Regulierungsanforderungen und eines Produktionsstandorts in der Schweiz – neben Deutschland – sind wir natürlich gefordert. Wir sehen aber nach wie vor grosses Wachstumspotenzial in attraktiven Märkten, das wir mit einem angepassten Leistungsangebot für unsere Kunden und neuen Produkten angehen wollen.»

Gleichzeitig arbeite man an Optimierungsprogrammen, um die Kosten weiter zu senken. Die Geschäftsleitung rechnet auch im 2. Semester mit guten Wachstumschancen und geht davon aus, die Umsatzentwicklung wie geplant zu erreichen, heisst es weiter. Die Zahl der Mitarbeitenden ist auf demselben Niveau geblieben und zählt weltweit 566 Personen, wovon 296 in der Schweiz beschäftigt sind.

Neuer Vizepräsident des Verwaltungsrates

Anlässlich der Verwaltungsrats-Sitzung und der Generalversammlung im April wurde Livio Marzo, welcher seit 2008 Mitglied des Verwaltungsrates ist, einstimmig zum Vizepräsidenten des Gremiums gewählt. Damit sei die Präsenz der dritten Mathys-Generation im Familienunternehmen weiter gestärkt.

Das Schweizer Orthopädie-Unternehmen wurde 1946 gegründet. Seit November 2003 konzentriert sich Mathys ausschliesslich auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Produkten für den Gelenkersatz.

Produziert wird in der Schweiz und in Deutschland. Die Mathys AG Bettlach produziert im Moment Implantate für Hüfte, Knie und Schulter sowie synthetisches Knochenersatzmaterial. 2013 ist Mathys in den Bereich Sport-Orthopädie eingestiegen. (rrg)