Grenchen

Letzte Bürgergemeindeversammlung für Franz Schilt: Präsident gibt sein Amt weiter

Franz Schilt übergibt sein Amt an Eudard Sperisen.

Franz Schilt übergibt sein Amt an Eudard Sperisen.

Franz Schilt gab an der Bürgergemeindeversammlung sein Amt an Nachfolger Eduard Sperisen weiter.

Das Budget der Bürgergemeinde Grenchen sieht ein Defizit von knapp 100'000 Franken in der laufenden Rechnung vor. Geplant sind Investitionen in der Höhe von 73'000 Franken. 26 Personen (9 Gesuche) wurde grossmehrheitlich bei zwei Enthaltungen das Bürgerrecht zugesichert. Die Personen stammen ursprünglich aus Deutschland, Pakistan, Kroatien, Serbien, dem Kosovo und dem Irak.
Der scheidende Bürgerpräsident Franz Schilt konnte an seiner 41. Gemeindeversammlung 49 Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste begrüssen. Er verhehlte nicht, dass er sich zum Abschluss bessere Budget-Zahlen gewünscht hätte. Allein, die vielfältigen Aufgaben der Bürgergemeinde müssten wahrgenommen werden, auch wenn der Holzmarkt in schlechter Verfassung sei und der Steinbruch schon bessere Zeiten gesehen habe.

Beitrag an den neuen Kinderskilift

In der Verwaltungsrechnung resultiert ein Aufwandüberschuss von 64'000 Franken. Verwalter Renato Müller begründete dies mit Ausgaben bei der Vorbereitung auf das Rechnungsmodell HRM2, dem Beitrag an den neuen Kinder-Skilift und höheren Abschreibungen bei gleichzeitig verhaltenem Ertrag aus dem Steinbruch Firsi.

Die Holzpreise sind weiter im Keller. Da verwundert es nicht, dass die Forstrechnung ebenfalls mit einem Defizit rechnet (35'950 Franken). Revierförster Patrik Mosimannn bezeichnete die Entwicklung bei den Holzschnitzeln als Lichtblick. Sie sind ein wichtiges Standbein geworden und haben ein noch grösseres Defizit verhindert. Budget und Investitionsrechnung wurden in der Folge einstimmig gutgeheissen.

Noch nicht alles rund auf dem Oberberg

In seinem Rückblick auf Sachgeschäfte im letzten halben Jahr ging Franz Schilt unter anderem auf die Situation nach dem Wechsel der Pächter auf dem Stierenberg und dem Obergrenchenberg ein. Während bei ersterem alles gut laufe, habe man das Gespräch mit den Verantwortlichen auf dem Obergrenchenberg gesucht, da nach Rückmeldungen und aus eigener Wahrnehmung noch nicht alles reibungslos funktioniere. Im Weiteren kam er auf den Strukturschaden auf der Bergstrasse zu sprechen, berichtete, dass im Sommer bei der ARA eine Holzschnitzelheizung in Betrieb genommen worden sei und informierte über fruchtbare und freundschaftliche Gespräche mit der Einwohnergemeinde.

Eine Bürgerbank sowie eine Grenchner Fahne. Von links nach rechts: Konrad Vogt, Franz Schilt und Eduard Sperisen

Geschenke zum Abschluss

Eine Bürgerbank sowie eine Grenchner Fahne. Von links nach rechts: Konrad Vogt, Franz Schilt und Eduard Sperisen

Dann war es an der Zeit, dem scheidenden Präsidenten zu danken. Stadtpräsident François Scheidegger betonte das gute Zusammenwirken, von welcher die ganze Grenchner Bevölkerung profitiert habe. Bürger- Vizepräsident Konrad Vogt bezeichnete Franz Schilt als grosse Führungspersönlichkeit, die auch Kompromisse eingehen konnte: «ein grosser Mann, der auch kleine Meinungen gelten liess.» Und Verwalter Renato Müller dankte im Namen der Angestellten für die vorzügliche Zusammenarbeit: «Wir haben den Einsatz deines gesunden Menschenverstandes, deinen vielfache pragmatischen Umgang in Sachgeschäften sowie deine lösungsorientierte Entscheidungsfindung sehr geschätzt.» Ab 1. Januar 2020 wird der in Grenchen bestens bekannte Eduard Sperisen an der Spitze der Bürgergemeinde stehen. Er ist beruflich Geschäftsführer einer Maschinenbaufirma, verheiratet und Vater von drei Kindern.

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