Lengnau
Kirchgemeindeversammlung wählt an der Budgetversammlung eine neue Kirchgemeinderätin

Die Versammlung musste ein Minus von 104'700 Franken im Budget für das kommende Jahr und bevorstehende Mehrausgaben in Kauf nehmen.

Margrit Renfer
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von links: Ursula Renfer, Kirchgemeinderätin Trix Bachmann hat die Blumen überreicht, die neue Kirchgemeinderätin Karin Costa.

von links: Ursula Renfer, Kirchgemeinderätin Trix Bachmann hat die Blumen überreicht, die neue Kirchgemeinderätin Karin Costa.

Ruth Genier

Es ist nicht einfach, nach einer Demission im Kirchgemeinderat eine Nachfolge zu finden. Dieses Mal aber konnte die Kirchgemeindeversammlung der reformierten Kirche nach der Demission von Ursula Renfer erfreulicherweise die Lengnauerin Karin Costa in das Amt wählen.

In seinen Worten zur Besinnung wies Pfarrer Heinz Friedli auf die wärmende Sonne in der Kirche. Gipsermeister Erich Calame hatte eine Sonne für den Erntedankgottesdienst geformt. «Die Kirche ist ein Hort der Wärme, Liebe und Barmherzigkeit, wo sich alle geborgen fühlen können», sagte Heinz Friedli. Diese Kraft sei im Wellental spürbar, wenn Wärme nötig und Angst ein schlechter Ratgeber sei. Glauben sei etwas für jeden Tag, besonders in einer Zeit, in der für viele der kurzfristige Genuss im Vordergrund stehe.

So wollen die Verantwortlichen der reformierten Kirchgemeinde an einem Arbeitstag zum Thema «Kirchgemeinde wohin» über die Zukunft diskutieren. Denn wiederum hat der Bestand der stimmberechtigten Mitglieder der Kirchgemeinde um 53 Personen abgenommen.

Rote Zahlen auch in kommenden Jahren

Das Budget 2022 zeigt einen Fehlbetrag von 104‘700 Franken. «Es tut weh, das Budget zu reduzieren», meinte Kirchgemeindepräsident Ruedi Mösch. Grössere Investitionen stehen im 2022 nicht an. Jedoch rechnet man im Finanzplan für jedes Jahr mit weiteren Minusresultaten und die Wartung der Orgel wird 50‘000 Franken kosten.

Kein Thema mehr an der Budgetversammlung mehr war das sonntägliche Vorläuten der Kirchenglocken. An der letzten Versammlung war das Abstellen der Glocken abgelehnt worden. In einem Leserbrief in der Zeitschrift der Gemeinde wurde in der Folge die Einwohnergemeinde aufgefordert, sich der Sache anzunehmen. Diese ist jedoch nur bedingt zuständig, da es Sache der Kirchgemeinde ist, das Glockengeläut festzusetzen und es sich im rechtlichen Sinn nicht um «Lärm» handelt, der in der Lärmschutzverordnung oder der kantonalen oder kommunalen Nachtruheverordnung geregelt wäre.

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