Grenchen

Kunsthaus öffnet nach anspruchsvollen und arbeitsintensiven Monaten wieder

Marion Nyffenegger bespielt weiterhin das Marti-Schenk-Kabinett im Altbau des Kunsthauses.

Marion Nyffenegger bespielt weiterhin das Marti-Schenk-Kabinett im Altbau des Kunsthauses.

Zeitgenössisches Schaffen, Kupferdruckwerkstatt und ein Kurzfilm sind ab Mittwoch im Kunsthaus Grenchen wieder zugänglich.

Am Mittwoch öffnet auch das Kunstmuseum wieder seine Pforten. Die letzten Monate waren für das Team um die künstlerische Leiterin Claudine Metzger anspruchsvoll und arbeitsintensiv. Es galt vor allem das Programm anzupassen; so wurden die aktuellen Ausstellungen verlängert, für andere neue Daten gesucht.

«Die Herausforderung lag vor allem in den Verhandlungen mit den Künstlern und natürlich den Leihgebern», erklärt dazu Claudine Metzger. Die Zeit hat man darüber hinaus genutzt, die Website aufzupeppen und in den sozialen Medien präsenter zu sein. So kann man via diese Kanäle nun auch virtuelle Rundgänge zu den Ausstellungen geniessen.

«Aufregend- junge Gegenwartskunst»

Das Kunsthaus gilt als Kompetenzzentrum für Druckgrafik. Dazu hat man sich in den letzten Jahren einen sehr guten Namen im Bereich der zeitgenössischen Kunst gemacht. Entsprechend wird denn ab 27. Mai im Neubau die Schau «Rebekka Steiger – boxing the compass» zu sehen sein. Rebekka Steiger (*1993, lebt und arbeitet in Zürich, Luzern und Peking) gehört zu den aufregendsten jungen Malerinnen der Schweizer Gegenwartskunst.

Fabelhaftes und Abstraktes

Ihre Malerei zeichnet sich durch unmittelbare Präsenz, aussergewöhnliche Intensität und energiegeladenen Enthusiasmus aus. Die Bildthemen sind dabei genauso vertraut wie rätselhaft.

Während früher galoppierende Reiter, feenhafte Frauenfiguren und Fabelwesen im Zentrum standen, entstehen aktuell geheimnisvolle Landschaften und abstrakte Bilder. Die Werke faszinieren durch ihr Changieren zwischen Traum und Wirklichkeit sowie durch den Reichtum an Andeutungen, der die Vorstellungskraft aktiviert und fesselt.

Kupferdruck-Atelier aus Zürich zu Gast

Ihr 20-jähriges Bestehen ist Anlass, die Kupferdruckwerkstatt Gentinetta (Zürich) als Ort der Kunstproduktion und des Austausches vorzustellen. Die Ausstellung in der Villa Girard präsentiert Werke von Kunstschaffenden, die regelmässig in der Kupferdruckwerkstatt arbeiten, darunter: Emre Baykal, Adem Dërmaku, Maria Dundakova, Cédric Eisenring, Mathias Gentinetta, Patrick Graf, Giampaolo Russo, Sabine Siegrist, Kaspar Toggenburger, Fred Walter Uhlig und Sieglinde Wittwer.

In «20 Quadratmeter – Fenster ins Atelier von…» bietet das Kunsthaus Grenchen jeweils jungen Kunstschaffenden aus dem Kanton Solothurn eine Plattform zur Präsentation eines Ausschnittes aus ihrem Wirken. Sie werden im Marti-Schenk-Kabinett im Girard-Haus gezeigt. Diesmal ist die Reihe an Marion Nyffenegger (*1995). Sie hat sich dem Animationsfilm verschrieben. Mit Hilfe von Puppen, Tonfiguren und Kohlezeichnungen, die sie mit der Filmkamera aufnimmt und deren Bilder sie am Computer zusammensetzt, kreiert sie Kurzfilme, die nicht nur durch ihre Machart, sondern auch durch die Bildfindung faszinieren.

Marion Nyffenegger, die 2019 mit dem Förderpreis Film des Kantons Solothurn ausgezeichnet worden ist, wird ihren neuesten Film «Das Leben ist eines der Leichtesten» präsentieren, sowie Einblick geben in die Entstehung ihrer Animationen.

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