Créasphère

In der Umgebung von Grenchen gibt es keinen vergleichbaren Stoffladen

Filialleiterin Stéphanie Köppel im Créasphère-Geschäft im ersten Stock des Centro-Hochhauses.

Filialleiterin Stéphanie Köppel im Créasphère-Geschäft im ersten Stock des Centro-Hochhauses.

Vor sieben Jahren im März eröffnete die Créasphère-Filiale im Centro, im Zentrum Grenchens. Der Gedanke dahinter: In der Umgebung von Grenchen gibt es nichts Vergleichbares. Der Laden entstammt der Stofffabrik Gessner.

Zwerge in gelben Kleidern, mit blauen Zipfelmützen und Sonnenbrillen flanieren im Regal neben einem gelben Motorrad im Alternativstil. Ganz in der Nähe gibt es Kleider durchzusehen, und etwas weiter Eingemachtes, verschiedene Öle – etwas für den Gaumen. Und dann finden sich da noch zahlreiche Stoffe, Wolle und Vorhänge für diejenigen, die gerne nähen, stricken oder ihre Fenster bestücken. Dieses vielfältige Angebot bildet ein grosses Ganzes: «Es geht um etwas Schönes, etwas, das Freude macht, sozusagen ums Dekorieren in seinen unterschiedlichsten Variationen», erklärt Grenchner Filialleiterin Stéphanie Köppel.

Vor sieben Jahren im März eröffnete die Créasphère-Filiale im Centro, im Zentrum Grenchens. Der Gedanke dahinter: In der Umgebung von Grenchen gibt es nichts Vergleichbares. So fällt auch das Feedback der Kunden aus, die aus Grenchen und den umliegenden Gemeinden stammen: «Immer wieder gibt es Rückmeldungen darüber, wie froh die Kunden sind, dass es ein solches Geschäft in Grenchen gibt», beschreibt Köppel. Und es wird nicht nur für den Eigenbedarf eingekauft, viele lassen sich da auch für ein «Gschänkli» inspirieren.

Entstanden aus Fabrikverkauf

Das Créasphère entstammt der Stofffabrik Gessner, die 1841 gegründet wurde und letztes Jahr das 175-Jahr-Jubiläum feiern konnte. Zunächst wurden Stoffreste im Fabrikverkauf angeboten, anschliessend gab es Weiterentwicklungen in Etappen. Aus dem einfachen Fabrikverkauf wurde ein Stoffladen, dann erfolgte die Spezialisierung auf Vorhänge. Köppel: «Die Vorhänge sind nach wie vor unser wichtigstes Standbein. Wir fertigen Vorhänge den Wünschen der Kunden entsprechend an, wir beraten sie und führen auch Ausmessungen vor Ort durch.»

Im rund 1000 Quadratmeter grossen Ladenlokal arbeiten gesamthaft sieben Angestellte. Köppel begann im Jahr 2011 in der Grenchner Filiale zu arbeiten, seit drei Jahren ist sie Filialleiterin.

Diejenigen, die wissen, dass die Uhrenstadt für Gewerbler kein leichtes Pflaster ist, würden hin und wieder leicht besorgt nachfragen, ob das Geschäft in der Stadt bleibe. «Vor allem dann, wenn wir bei den Saisonwechseln das ganze Sortiment wechseln und es den Laden für einen Moment in eine Baustelle verwandelt.» Doch Köppel kann beruhigen: «Wir bleiben in Grenchen. Es läuft gut, wir sind zufrieden.»

Wichtig ist Kundenfreundlichkeit

Für alle Detailhändler sei die Lage aber momentan schwierig, das Créasphère habe nicht mehr und nicht weniger Schwierigkeiten als andere Geschäfte. «Werbung machen wir über Facebook und seit zwei Jahren führen wir einen Online-Shop. Viele Kunden, die Stoff kaufen, informieren sich erst im Online-Shop und wissen dann schon genau, was sie wollen, wenn sie vorbeikommen. Stoff ist eben etwas, was man noch anfassen will, bevor man ihn kauft.»

Als Überlebensstrategie würde Köppel die gute Bedienung nennen: «Kundenfreundlichkeit ist das A und O und ausschlaggebend. Wir leben vor allem von Mund zu Mund Propaganda. Auf Kundenfreundlichkeit wird bereits in der Ausbildung grossen Wert gelegt.» Die ersten Jahre in Grenchen seien schwierig gewesen. «Man muss viel Durchhaltevermögen mitbringen und viel leisten, damit es klappt.»

Ein Problem ist gemäss Köppel gewesen, dass sich das Geschäft im ersten Stock befindet. «Wir sind zwar draussen angeschrieben und die Rolltreppe läuft, aber, als der Eingangsbereich im Centro leer war, konnte man denken, dass geschlossen ist.» Deswegen habe man innen den Eingangsbereich mit Absprache der anderen Geschäfte mit Bildern und Gartenmöbeln dekoriert. Dies soll belebend und einladend wirken. «Es macht es automatisch familiärer. Und so sieht der Kunde, dass es noch weitergeht, und wird eher einen Rundgang machen.»

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