14.18 Uhr: Er sei enttäuscht, sagt Kurt Fluri im Interview. Und trotzdem wirkt er gefasster als nach dem ersten Wahlgang im Oktober.

Kurt Fluri ist enttäuscht über den Ausgang der Wahl

Kurt Fluri über den Ausgang der Ständeratswahlen 2011 in Solothurn

14.00 Uhr: Die Resultate sind nun definitiv.

13.51 Uhr: Gespenstische Stille im Saal. Die Kandidaten sind schnell wieder abgezogen. Der Sieger, Pirmin Bischof, geht in den Roten Turm. Ein Grossteil der Medienleute ist schon wieder abgezogen. In Kürze folgen die Statements der einzelnen Kandidaten.

13.46 Uhr: Diese Kinder aus Niedergösgen haben auch ihren Anteil am Wahlerfolg von Pirmin Bischof. In ihrer Heimatgemeinde verteilten sie die Flyer für den CVP-Kandidaten.

Die Bischof-Werbetruppe aus Niedergösgen

Die Bischof-Werbetruppe aus Niedergösgen

13.34 Uhr: Pirmin Bischof unterschreibt nun offiziell eine Erklärung zuhanden der Staatskanzlei, dass er in den Ständerat und nicht in den Nationalrat möchte. Somit rutscht der Deitinger Urs Schläfli-Kocher aus Deitingen in den Nationalrat nach.

Pirmin Bischof unterzeichnet die Absichtserklärung, dass er in den Ständerat und nicht in den Nationalrat möchte

13.25 Uhr: Roberto Zanettis erstes Statement zum neuen Ständeratskollegen:

Roberto Zanetti zu Pirmin Bischofs Wahl

Roberto Zanetti zu Pirmin Bischofs Wahl in den Ständerat

13.05 Uhr: In der Stadt Solothurn, welche als letzte Gemeinde nun ausgezählt ist, konnte Kurt Fluri gegenüber dem ersten Wahlgang Stimmen gutmachen. Stadtpräsident Fluri gewinnt den zweiten Wahlgang in dieser Gemeinde mit 53.7 Prozent gegenüber Bischof (40.0 Prozent). Trotzdem reichte es Fluri um Längen nicht zum Sitzerhalt für den Solothuner Freisinn.

13.02 Uhr: Die Stimmbeteiligung liegt bei 36,74 Prozent.

12.58 Uhr: Das detaillierte Ergebnis der zweiten Ständeratswahlganges im Kanton Solothurn: Pirmin Bischof (CVP, gewählt): 51.24 Prozent (31829 Stimmen) / Kurt Fluri (FDP) 37.74 Prozent (23440 Stimmen) / Peter Brudermann (parteilos) 11.02 Prozent (6844 Prozent).

Nur im Bezirk Bucheggberg erreichte Fluri mehr Stimmen als der gewählte Pirmin Bischof.

12.54 Uhr: Pirmin Bischof ist nun definitiv der neue Ständerat für den Kanton Solothurn. Zusammen mit Roberto Zanetti, welcher bereits im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreichte, bilden die beiden neu die Vertretung in Bern.

Pirmin Bischof (links, neu) mit Roberto Zanetti (bisher)

Die beiden neuen Ständeräte des Kantons Solothurn

Pirmin Bischof (links, neu) mit Roberto Zanetti (bisher)

12.45 Uhr: Bischof und Fluri schütteln die Hände. «Guter Wahlkampf gewesen», sagt Bischof. Er sei sprachlos, sagt er gegenüber dem Regionaljournal Aargau/Solothurn.

Pirmin Bischof trifft im Rathaus Solothurn ein

Pirmin Bischof trifft im Rathaus Solothurn ein

12.41 Uhr: Pirmin Bischof trifft ein. Blitzlichtgewitter und Kameras richten sich auf den Eingang.

12.37 Uhr: Alle Gemeinden ausser die Stadt Solothurn sind ausgezählt. Bischof führt mit 52.2 Prozent vor Kurt Fluri mit 36.39 Prozent. Selbst in der Stadt Solothurn, wo Kurt Fluri Stadtpräsident ist, konnte der Freisinnige im ersten Wahlgang nicht die Mehrheit holen. Hier im Rathaus sieht man den freisinnigen Sitz des Kantons Solothurn im Ständerat schon verloren.

12.34 Uhr: Bitter für den Solothurner Freisinn. Bleibt es beim jetzigen Resultat, wäre der Solothurner Freisinn zum ersten Mal seit der Gründung des Bundesstaates 1848 nicht mehr im Ständerat in Bern vertreten!

12.31 Uhr: Kurt Fluri trifft im Steineren Saal im Rathaus Solothurn ein. Auch Roberto Zanetti trifft ein.

12.30 Uhr: Der detaillierte Zwischenstand bei 108 ausgezählten Gemeinden (von 121): Pirmin Bischof: 52.40 Prozent (25853 Stimmen), Kurt Fluri: 36.58 Prozent (18047 Stimmen), Peter Brudermann: 11.01 Prozent (5434 Stimmen)

12.26 Uhr: Die Stimmbeteiligung liegt bei tiefen 36 Prozent.

12.23 Uhr: Es fehlen nur noch 13 Gemeinden im Kanton Solothurn, darunter die Stadt Solothurn und kleinere Gemeinden im Schwarzbubenland. In Olten holte Pirmin Bischof fast die Hälfte aller Stimmen.

12.21 Uhr: Das ging schnell. 108 Gemeinden sind schon ausgezählt. Bischof führt mit 52.4% vor Fluri mit 36.58%.

12.00 Uhr: Es geht los. Ab sofort wird live aus dem Rathaus Solothurn getickert. Die Urnen sind nun im ganzen Kanton geschlossen!7

Welcher Solothurner nebst Roberto Zanetti (SP) Weihnachten im «Stöckli» verbringen darf, ist noch ungewiss.

Der Weihnachtsbaum im Steineren Saal des Rathauses Solothurn steht

Welcher Solothurner nebst Roberto Zanetti (SP) Weihnachten im «Stöckli» verbringen darf, ist noch ungewiss.

11.56 Uhr: Die Medienleute sind vor Ort. Es wird erwartet, dass die ersten Resultate in wenigen Minuten eintreffen werden.

Vor der Urnenschliessung:

Für die FDP will Nationalrat Kurt Fluri den historischen Sitz des Solothurner Freisinns verteidigen. Im ersten Wahlgang lag der 56-jährige Stadtpräsident von Solothurn jedoch 12'132 Stimmen hinter dem 52-jährigen Rechtsanwalt Bischof.

Die beiden bürgerlichen Politiker waren am 23. Oktober bereits als Nationalräte bestätigt worden. Dabei erhielt Bischof fast doppelt so viele parteifremde Stimmen wie Fluri.

Gleichzeitig hatte SP-Ständerat Roberto Zanetti seine erste Wiederwahl geschafft. Der 57-Jährige übersprang das absolute Mehr um nur 612 Stimmen. Im zweiten Wahlgang unterstützen SP und SVP keinen Kandidaten. Zur Wahl stellt sich auch der parteilose Aussenseiter Peter Brudermann.

FDP steht unter Druck

Die Solothurner FDP droht das erste Mal seit der Gründung des Bundesstaates 1848 ohne Ständerat dazustehen. Dies auch wegen Misstönen innerhalb der FDP beim ersten Wahlgang, verursacht von Fluris abtretendem Parteikollegen, Ständerat Rolf Büttiker.

Büttiker hatte vor der Wahl im Oktober nie klar gesagt, dass er für einen zweiten Wahlgang nicht zur Verfügung stehen werde. Die Delegierten der FDP Solothurn stellten zwei Tage nach den Wahlen fast einstimmig Fluri ein zweites Mal auf.

CVP könnte in Bundesversammlung zu FDP aufschliessen

Für FDP und CVP geht es beim letzten noch freien Ständeratssitz auch um ihre Parteistärke in Bern. Sollte Bischof den Sitz für die CVP erobern, würde seine Partei in der vereinigten Bundesversammlung mit der FDP zahlenmässig gleichziehen.

Die FDP kommt in National- und Ständerat bislang auf insgesamt 41 Sitze. Die CVP liegt bei 40 Mandaten. Die CVP hat derzeit 12 Ständeratssitze - einen Sitz mehr als die FDP. (sda)