Archäologie

Hat so der «älteste Grenchner» ausgesehen?

Gesichtsrekonstruktion gestützt auf die Grenchner Skelettfunde: Daniel Schluep (Chef Felca/Titoni), Mirjam Wullschleger (Archäologin)

Gesichtsrekonstruktion gestützt auf die Grenchner Skelettfunde: Daniel Schluep (Chef Felca/Titoni), Mirjam Wullschleger (Archäologin)

Dank dem Sponsoring der Grenchner Firma Felca/Titoni konnte die Kantonsarchäologie eine plastische Rekonstruktion eines Gesichts aus den Skelettfunden von 2014 in Grenchen erstellen.

Eine Gastausstellung der Kantonsarchäologie stellt Adelasius Ebalchus vor. So könnte der junge Mann geheissen haben, der im Frühmittelalter auf dem Gräberfeld an der Schützengasse in Grenchen bestattet worden ist. 1300 Jahre nach seinem Tod erweckt eine realistische Gesichtsrekonstruktion des bekannten schwedischen Künstlers und Archäologen Oscar Nilsson den Jüngling zum Leben. Die Grenchner Firma FELCA AG hat die Gesichtsrekonstruktion zum Anlass ihres 100-Jahr-Jubiläums gesponsert. Nach ihrem Gastauftritt in Grenchen wird die Büste ab Herbst 2019 in der neuen archäologischen Dauerausstellung im Haus der Museen Olten zu sehen sein. An der Vernissage vom 16. Mai 2019 stellte die Grabungsleiterin Mirjam Wullschleger die Gesichtsrekonstruktion vor. Die Ausstellung läuft bis am 9. Juni 2019.

Der frühmittelalterliche Friedhof zwischen Schulstrasse und Schützengasse im Zentrum von Grenchen ist seit dem 19. Jahrhundert bekannt – zwischen den Jahren 1823 und 1949 waren hier mindestens neunzig Gräber ausgegraben worden. Zur grossen Überraschung kamen bei der archäologischen Untersuchung im Jahr 2014 nicht nur die Spuren der Altgrabungen in Form von fünfzehn ausgeräumten Grabbauten, sondern 47 bislang unberührte Gräber zum Vorschein. Mit ihren gut erhaltenen Grabbauten und Bestattungen – fünfzehn davon mit Beigaben – bereichern die Neuentdeckungen das lückenhafte Wissen um die Fundstätte.

 Öffnungszeiten:  Mi, Sa, So 14 – 17 Uhr (Gruppenbesuche auf Voranmeldung jederzeit möglich)

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