Ronald Staub, Präsident Spezialbaukommission Schulhaus Einschlag, informierte den Gemeinderat über den aktuellen Stand des Projekts zur Gesamtsanierung des Schulhauses. Nach anfänglichem Elan, so Staub, sei der Motor schnell ins Stottern geraten. Denn die Vorstellungen über das Honorar zwischen der Bauherrschaft sowie dem Architekten deckten sich nicht. Die Honorare mussten über die gesamte Leistung verhandelt werden. Gleichzeitig wurde diskutiert, ob dem Architekten die Generalplanung übergeben werden soll. «Die Kommission wollte das so, weshalb dies auch Bestandteil der Honorarverhandlungen war», erklärt Staub. Nach vielen emotionalen Sitzungen und Gesprächen wurde schliesslich eine Einigung erzielt. Die gesamten Honorarkosten belaufen sich auf 1,5 Mio. Franken, was rund 15 Prozent der Gesamtkosten bei einem Kostendach von 9,8 Mio. Franken entspricht. Durch die Unstimmigkeiten sei das Projekt bedauerlicherweise um ein halbes Jahr in Verzug geraten. «Aber es hat sich gelohnt, dass wir hart geblieben sind, denn wir konnten zugunsten des Projektes viel Geld einsparen», sagt Staub. Die nächste Phase bildet nun das Vorprojekt, welches im März 2019 vorliegen sollte.

Viele Lehrer pensioniert

Gesamtschulleiter Dieter Schoch blickt im Rechenschaftsbericht 2017/2018 auf ein intensives, abwechslungsreiches und interessantes Schuljahr zurück. Im Sommer 2017 habe ein grosser Zuwachs an Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Kindergarten und Primarschule stattgefunden. Weiter seien neun Lehrpersonen verabschiedet worden – ein Umstand, den Schoch in seiner Karriere bisher noch nie erlebt hat. Denn: «Das entspricht rund 20 Prozent des Teams», so der Gesamtschulleiter. Die Abgänge sind jedoch grossmehrheitlich auf Früh- oder ordentliche Pensionierungen zurückzuführen.

Für das Schuljahr 2019/2020 werden voraussichtlich 93 Kinder den Kindergarten besuchen. Aktuell verfügt Bettlach über vier Kindergartenstandorte. «Das ergibt einen mathematischen Durchschnitt von 23,25 Schulkindern pro Kindergarten», sagt Schoch.

5. Kindergartenklasse nötig

Das Reglement über die Richtzahlen von Klassenbeständen sieht vor, dass auf den Stufen Kindergarten und Primarschulen eine Klassengrösse von 20 Kindern pro Klasse angestrebt werden soll. Die Untergrenze liegt gemäss Reglement bei 16 und die Obergrenze bei 24 Kindern. Somit befände man sich theoretisch zwar noch im Richtbereich. Um diesen Schnitt aber auch tatsächlich einhalten zu können, müssten die Kinder angemessen auf die verschiedenen Standorte verteilt werden. Faktisch könne dies den Kindergärtlern aber nicht zugemutet werden. Dadurch werden einzelne Kindergärten mehr als die kantonale maximale Abteilungsgrösse von 24 Kindern aufweisen. In diesem Fall gibt das Reglement weiter vor, dass Massnahmen ergriffen werden müssen. Aufgrund der Dringlichkeit beantragt der Bildungsausschuss beim Gemeinderat daher, eine 5. Kindergartenklasse auf Beginn des Schuljahres 2019/2020 zu eröffnen. Das Begehren wurde vom Rat einstimmig gutgeheissen.