Premiere
Grenchnerin veröffentlicht ihre erste CD: «Mir ist wichtig, diese Botschaften in die Welt zu senden»

Die 28-jährige Selina Aisha Moser – SAM – wurde schon ihr ganzes Leben von Musik begleitet. Jetzt hat die Singerin und Songwriterin kurz vor Weihnachten ihre erste EP auf den Markt gebracht.

Patric Schild
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Die 28-jährige Singerin und Songwriterin Selina Aisha Moser – SAM – mit ihrer neuen Scheibe.

Die 28-jährige Singerin und Songwriterin Selina Aisha Moser – SAM – mit ihrer neuen Scheibe.

Patric Schild

«Musik ist eine universelle Sprache, die alle Menschen auf der Welt verstehen, egal, in welcher Sprache die Lyrics verfasst sind», erklärt Selina Aisha Moser. Aus diesem Grund ist die Musik für die junge Grenchnerin – die auch unter dem Künstlernamen SAM bekannt ist – das Allerwichtigste. So verwundert es kaum, dass die Musik sie schon ihr ganzes Leben lang begleitet. Bereits seit ihrer Kindheit singt sie leidenschaftlich gerne, und mit 16 Jahren bringt sie sich selber das Gitarrespielen bei. «Das war für mich ein ziemlich prägender Moment, denn ich habe mich wie ins Gitarrespielen verliebt», sagt SAM. Im Alter von acht Jahren hat sie angefangen, ihre Gefühle und Gedanken im Tagebuch festzuhalten. Diese Schreibleidenschaft wurde nach und nach in Songwriting umgewandelt, welche nun mit der Veröffentlichung der ersten EP «Beside The Stream» fühlbar ist. Wobei zunächst gar nicht die Idee im Vordergrund stand, eine professionelle Scheibe rauszubringen. «Ursprünglich wollte ich nur einige Aufnahmen machen, um mich bei den Konzertveranstaltern bewerben zu können», so SAM.

EP mit sieben Tracks

Ungefähr im Mai 2017 startete die Produktion der sieben Tracks umfassenden EP. Wobei zwei der Songs bereits im Jahre 2014 geschrieben wurden, während die restlichen in diesem Jahr entstanden sind – vor und zum Teil noch während der Produktionsphase. Die kreative Arbeit des Songwritings sowie die Produktion im Studio in Zürich Altstetten gaben einiges zu tun. «Ich hatte öfters Mal den Schlafsack mit dabei», sagt SAM schmunzelnd. Stilistisch sei das Werk am ehesten dem Alternative Rock zuzuschreiben. «Die EP ist sehr abwechslungsreich mit ruhigeren Melodien und härteren Klängen», so die 28-Jährige.

Geprägt wurde die junge Musikerin aus der Uhrenstadt durch sehr unterschiedliche Musikstile, in erster Linie aber durch den Sound der 70er Jahre. Wichtige Einflüsse ihres Gitarrenspiels sind Gitarristen wie Jimi Hendrix, Jimmy Page oder David Gilmour. Aber auch der Sound der Black Keys, des Songwriters John Butler oder der Sängerin Anouk haben sie unter anderem sehr inspiriert. «Es ist schwer, seine Musik einzuordnen, wenn so viele verschiedene Künstler quasi ihren Teil dazu beitrugen», sagt SAM nachdenklich. Auch bezüglich der Lyrics: Denn diese sowie auch das musikalische Songwriting seien sehr intuitiv und nicht geplant entstanden. «Sie spiegeln deshalb ziemlich gut meine Persönlichkeit und meinen Charakter wieder», erklärt die Grenchnerin.

Keine Plattitüden im Text

Die Lyrics handeln von Selbstverantwortung, Kampfgeist, Selbsterkennung, (Rassen-)Gleichheit und Vergebung. So befasst sich beispielsweise der erste und titelgebende Song «Beside The Stream» mit gesellschaftlichen Problemen und mit dem Ausbruch aus der «Komfortzone». Ähnlich sieht es bei «Same Old Situation» aus, wo vor allem das Suchtthema aufgegriffen wird. Viele Songs sind dann wieder «versöhnlicher» gestimmt und drehen sich um Aspekte wie Freundschaft und Glück («Everything»), Freiheit und Selbstliebe («The Bird»), Gleichheit und Weltfrieden («Inside»), Trost und Ablehnung jeglicher Schubladisierung («Shine Your Light») sowie darum, immer wieder aufzustehen und seinen Weg weiterzugehen («On My Way»). «Mir ist wichtig, diese Botschaften in die Welt zu senden und so vielleicht etwas bewegen zu können, auch wenn es nur bei einzelnen Menschen ist», erklärt SAM die Motivation hinter ihrem Schaffen.

Grosse Unterstützung erfuhr SAM durch Markus Käppeli, der einerseits als Produzentenpartner fungierte und andererseits auf der Scheibe auch an der Bassgitarre zu hören ist. Kennengelernt hatten sich die beiden an einem Glenn Hughes Konzert. «Er ist genauso von der Musik angefressen wie ich», sagt SAM lachend. Dies sei für eine erfolgreiche Zusammenarbeit aber auch das A und O. Abgerundet wird das ganze durch Bernhard Fischer, der am Schlagzeug sass. Käppeli und Fischer musizieren bereits gemeinsam in der Band «Søren» und werden auch bei zukünftigen Liveauftritten von SAM mit von der Partie sein.

Die EP «Beside The Stream» von SAM ist digital wie physisch im Handel erhältlich.

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