Jahresrückblick

Grenchner Stadtzentrum entging im September der Katastrophe

Von der Feuerwehrleiter aus zeigt sich der Schaden nach dem Brand im Hotel Passage in Grenchen

Von der Feuerwehrleiter aus zeigt sich der Schaden nach dem Brand im Hotel Passage in Grenchen

Beim Brand im Grenchner Hotel Passage am 12. September 2018 hatten nicht nur die Hotelgäste Glück.

Ein gewaltiger Blitz schlug in der Nacht auf den 13. September im Zentrum von Grenchen ein, so gewaltig, dass auch gleich die Turmuhr der Eusebiuskirche stehen blieb. Einschlagpunkt des Blitzes: der Dachstock des Hotels Passage am Marktplatz, in dem sich zur Zeit des Blitzeinschlags rund 20 Personen in den ausgebuchten Hotelzimmern aufhielten. Diese konnten sich in der Folge aufgrund des ausgelösten Feueralarms ruhig aus dem Hotel begeben. Weil das Dach brannte und nicht das Parterre, gab es wenig Rauch im Haus.

Berat Dzemaili, der stellvertretende Geschäftsführer des Hotel-Restaurants, hatte zuvor noch versucht, das sich rasch ausbreitende Feuer im Dachstock mit dem Feuerlöscher zu bekämpfen. «Es war aussichtslos», berichtete er bei einem Lokaltermin am nächsten Tag.
Den Blitzeinschlag habe man als gewaltige Erschütterung durch das ganze Hotel gespürt. Als die Feuerwehr eintraf, stand der Dachstock in Vollbrand.

Es gelang ihr auch dank der neuen Drehleiter, das Feuer rasch unter Kontrolle zu bekommen. Dies war insofern wichtig, als das denkmalgeschützte Wohn- und Geschäftshaus «Luterbacherhof» direkt ans «Passage» grenzt. Eine kurze Diskussion flammte um die Frage auf, wieso das Gebäude keinen Blitzableiter hatte. Laut der Gebäudeversicherung entsprachen die Brandschutzmassnahmen aber dem Standard.

Grosser Wasserschaden

Aufgrund des Löschwassers, das bis ins Parterre hinunterrann, erlitt das «Passage» mehr oder weniger Totalschaden. Doch Hotelbesitzer Antonio Gonzales und sein Team liessen sich nicht unterkriegen. Er kündigte schon bald an, dass er zumindest Küche und Restaurant bis zu den Festtagen wieder eröffnen will. Dies ist mit der Wiedereröffnung des Restaurants am 8. Dezember auch gelungen.

Das Lokal erhielt einen neuen Boden und eine neue Decke, das Mobiliar konnte derweil im Fumoir verstaut werden. Zurzeit wird am Dach und an der Wiederherstellung der Hotelzimmer gearbeitet. Aufgrund des Wetters mussten die Arbeiten am Dach mehrmals verschoben werden, sodass eine Neueröffnung vor kommendem Herbst eher unwahrscheinlich scheint.

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