Umfrage

Grenchner Eltern haben Fragebogen zum Bedarf an Kinderbetreuung erhalten

Die Umfrage will wissen- Wie werden in Grenchen die Kinder in den Familien betreut?

Die Umfrage will wissen- Wie werden in Grenchen die Kinder in den Familien betreut?

«Wir haben 1277 Briefe zur Post gebracht», erklärt Gesamtschulleiter Hubert Bläsi zum Schreiben, das Grenchner Eltern am Mittwoch von der Stadt erhalten haben. «Genau gesagt sind es Eltern mit Kindern bis zum 12.Altersjahr», präzisiert Bläsi.

Das Schreiben informiert die Erziehungsberechtigten über eine Umfrage im Internet, mit denen der Bedarf an ausserschulischen Kinderbetreuungsangeboten in Grenchen eruiert werden soll.

Fragebogen in sieben Sprachen

Im Zusammenhang der neuen strategischen Ausrichtung «Kompass», welche vor allem Grenchen ans Wohnstandort fördern will sowie auf Grund von politischen Vorstössen wurde die Schulverwaltung von der Gemeinderatskommission beauftragt, den Bedarf der Grenchner Familien an vorschulischer und schulergänzender Kinderbetreuung festzustellen. Das Schreiben enthält einen Link zu einem Fragebogen im Internet, der in sieben verschiedenen Sprachen abgefasst wurde: Deutsch, Englisch, Albanisch, Italienisch, Serbisch, Türkisch und Spanisch. Für jede Sprache ist auch eine Ansprechperson für Fragen bezeichnet.

Der Fragebogen wurde in Zusammenarbeit mit vier Studienenden der Fachhochschule Nordwestschweiz ausgearbeitet. Nebst der erwähnten Fragestellungen wird auch der Bedarf an Kinderbetreuung während der Schulferien abgefragt sowie die normale Organisation (nicht die aktuelle Coronaorganisation) der Kinderbetreuung in den befragten Familien ist und die allgemeine Lebens- und Arbeitssituation (z.B. Beschäftigungsgrad, Einkommen, Schichtarbeit, usw.). «Diese Umfrage ist komplett anonym. Wir erheben keine Daten zur Identität. Weder wir noch jemand anderes kann auf die Identität von einzelnen Personen zurückschliessen. Wir bearbeiten Ihre Daten behutsam und sorgfältig», versichert das Projektteam. Die in der Befragung erhobenen Daten werden anschliessend wissenschaftlich ausgewertet und die Resultate in einem Projektbericht zuhanden der Grenchner Schulverwaltung festgehalten.

Grundlage für politische Entscheide

«Jetzt hoffen wir, dass der Rücklauf der Umfrage genügend gross ist, damit wir aussagekräftige Resultate erhalten», sagt Hubert Bläsi. Denn Ziel der Umfrage ist, dem Gemeinderat allfälligen Handlungsbedarf aufzuzeigen und mit einer Vorlage die entsprechenden Ressourcen zu erhalten, damit die gewünschten Betreuungsangebote bereitgestellt werden können.

Nicht zuletzt gilt es dabei auch die Frage der angemessenen Kostenbeteiligung der Eltern zu klären, welche in letzter Zeit immer wieder politisch diskutiert wurde. So enthält der Bogen auch Fragen zur Zahlungsbereitschaft der Eltern, sofern ein entsprechendes Angebot bereitstehen würde. Dabei wird unterschieden zwischen Ganztagesbetreuung inkl. Mahlzeiten oder Halbtagesbetreuung.

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