Gemeinderat Selzach
Vom Jagdhaus zur Naturstation: Das ehemalige Jagdhaus soll umgenutzt werden

Das ehemalige Jagdhaus beim Brühlwald in Selzach soll zur Naturstation werden.

Nadine Schmid
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Nach dem Beobachtungsturm an der Aare (Bild) soll auch das ehemalige Jagdhaus in Selzach für Naturexkursionen zugänglich gemacht werden.

Nach dem Beobachtungsturm an der Aare (Bild) soll auch das ehemalige Jagdhaus in Selzach für Naturexkursionen zugänglich gemacht werden.

Oliver Menge / Nikon Z6

Im ehemaligen Jagdhaus östlich des Brühlwaldes soll ein Ort der Bildung entstehen, wo die Bevölkerung mehr über die Umwelt erfahren soll. Der Gemeinderat hat an seiner virtuellen Gemeinderatssitzung beschlossen, ein entsprechendes Projekt zu unterstützen. Insbesondere Schulklassen sollen von den Anlässen und geführten Exkursionen im Wald und der Umgebung profitieren. Sämtliche Angebote sollen kostenlos sein. Die Einwohnergemeinde plant das ehemalige Jagdhaus dafür beim Besitzer Rolf Wullimann zu mieten und die Liegenschaft für den Forstbetrieb Leberberg sowie die Organisation Rangerdienst Jura-Südfuss zur Verfügung zu stellen.

Die Idee eines Rangers

Die Idee für ein solches Bildungszentrum in der Natur hatte der diplomierte Ranger Hans-Peter Beutler, der bereits jetzt Exkursionen im Brühlwald leitet. Er hat den Rangerdienst Jura-Südfuss ins Leben gerufen und betreibt ihn als Einmannorganisation. Als er sich an die Gemeinde wandte, wurde schnell klar, dass auch der Forstbetrieb etwas Ähnliches plant. «Ich würde mich an ein bis zwei Tagen die Woche für die Naturstation Brühl zur Verfügung stellen», sagte der an der Sitzung anwesende Beutler.

Die Gemeinde hatte ursprünglich überlegt, auf dem Rüttenen eine solche Bildungsstation einzurichten. Die Möglichkeit mit dem ehemaligen Jagdhaus kommt gelegen. Mehrere Gemeinderäte äusserten sich deshalb erfreut darüber. «Dieser Platz ist natürlich idealer als auf dem Rüttenen: Er ist nah vom Dorf und verfügt bereits über Strom», sagte beispielsweise Vizegemeindepräsident Thomas Studer (CVP) und Leiter des Forstbetriebs Leberberg.

Als Erstes soll nun das Umnutzungsgesuch gestellt werden. Auch soll die Umweltkommission ein Nutzungskonzept und einen Mietvertrag ausarbeiten.

Verzögerung in Sachen Rötiweg

Bis am Rötiweg gebaut wird, könnte es noch eine Weile dauern. Für den Gestaltungsplan «Rötiweg» in Selzach wird der Gemeinderat bald seine Stellungnahme an das Verwaltungsgericht weiterleiten und bittet darum, nicht auf das Geschäft einzutreten. Zuvor hat der Regierungsrat den Gestaltungsplan «Rötiweg» von Selzach genehmigt und die Beschwerde der IG Rötiweg abgewiesen. Die IG Rötiweg hat die Beschwerde daraufhin ans Verwaltungsgericht weitergezogen.

Auch beschloss der Gemeinderat der Feuerwehr Selzach Atemschutzflaschen und einen Atemschutzkompressor für insgesamt 36'353 Franken zu kaufen. Die Feuerwehr braucht neue Atemschutzflaschen, da diese nicht mehr über genügend Druck verfügen. Ein neuer Kompressor sei nötig, weil dieser bei der Atemschutzübung Ende Januar ausgestiegen ist.

Weil das Ende der Legislatur näher rückt und es keine Einigkeit im Gemeinderat gibt, ist die Zeit zu knapp, um eine Lösung für die neue Verwaltungsorganisation und für das Pensum des Gemeindepräsidiums zu finden. Deshalb will der Gemeinderat das Projekt nicht mehr weiterverfolgen. Dafür wurden zwischenzeitlich einige andere Anpassungen vorgenommen, die etwas Entlastung bringen sollen. So wurden unter anderem die Sitzungsgelder der Behörden attraktiver und 10% Ressourcen zu Gunsten des Präsidiums geschaffen.