Die Komödie, leichte Kost gewiss, aber von einem inspirierten Ensemble gekonnt umgesetzt. Aus dem Off kommt die Stimme des Flugkapitäns. Die Zuschauenden wissen sofort, wohin die Reise geht: Mallorca. Dann zeigt das Bühnenbild ein heruntergekommenes Hotelzimmer, in welchem ausser dem Telefon kaum etwas funktioniert. Hier spielt sich die ganze Handlung ab. Die Protagonisten treffen ein. Natürlich nacheinander und ohne etwas von den anderen zu wissen. Perfiderweise tragen alle den gleichen Allerweltsnamen, allerdings jeweils anders geschrieben: Klaus-Rüdiger Maier (Oliver Clemens), Doris Mayer (Judith Hildebrand) und Martin Meier (Rhon Diels).

Verantwortlich für das Chaos ist der Hotelinhaber und Zimmerbursche in Personalunion, Pedro Rodriguez (Thomas Rohmer). Der hat schon bald einmal alle Hände voll zu tun, um kompromittierende Begegnungen zu verhindern, tut dies mit bewundernswerter Improvisationsgabe. Aber eigentlich haben Klaus-Rüdiger und Doris das Zimmer eh nur gebucht, um zwischendurch die Kleider zu wechseln. Beide möchten auf der Ferieninsel ihre Liebschaft geniessen. Martin seinerseits will noch einmal so richtig auf den Putz hauen, ehe er sich endgültig dem klösterlichen Leben verschreibt. Er ahnt nicht, dass ihm seine Mutter eine Anstandsdame in Person der Nonne Doris (Erika Skrotzki) auf den Hals gehetzt hat.

Als dann aber sowohl Klaus-Rüdiger als auch Doris per Telefon, das gekonnt als Bindeglied zur Aussenwelt eingesetzt wird, erfahren, dass ihre Liaison geplatzt ist, verkomplizieren sich die Dinge zusehends. Das Hotelzimmer wird zur Zufluchtsstätte, Begegnungen und Turbulenzen zwischen den Akteuren sind so unvermeidlich. Missverständnisse auch. So wird zum Beispiel die Ordensschwester zum Gaudi des Publikums für eine Vertreterin des «horizontalen Gewerbes» gehalten. Als grösster Irrtum stellt sich jedoch schon bald Martins vermeintliche Berufung zum Leben im Kloster heraus.

Die Handlung des Stückes von Gerry Jansen ist überschaubar, sie treibt ihrem unvermeidlichen Happy-End entgegen. Eine gehörige Portion Situationskomik sowie einige gelungen Wortspiele bereiten dennoch einen vergnüglichen Abend. Dazu zeigt sich das Ensemble in bester Spiellaune. Die Schauspielerinnen und Schauspieler können auf ein gerütteltes Mass an Erfahrung zurückgreifen. Sie alle dürften dem Publikum nicht unbekannt vorgekommen sein, sind sie doch ausnahmslos bereits in diversen Fernsehproduktion (vornehmlich in Unterhaltungs- und Krimiserien) aufgetreten.

Hervorzuheben gilt es Thomas Rohmer. Er ist so etwas, wie die Seele des Stückes. Als Schauspieler gibt er den ebenso gewichtigen wie quirligen Pedro Rodriguez mit erstaunlicher Verve, Leichtigkeit und wuchtiger Bühnenpräsenz. Zudem hat er gleich drei Hüte an. Er ist nämlich auch verantwortlich für die schnörkellose Regie und leitet überdies seit einem Vierteljahrhundert die Theatergastspiele Fürth.