Grenchen

Enttäuschung macht sich breit: Die diesjährige SWG-Chinderolympiade ist abgesagt

SWG Chinderolympiade 2019

SWG Olympiade 2019

SWG Chinderolympiade 2019

Schon wieder fällt ein beliebter Anlass dem Coronavirus zum Opfer – die Verantwortlichen und auch Eltern sind enttäuscht.

Die Neuigkeit wurde auf den sozialen Medien bereits verbreitet und nun durch eine Medienmitteilung der SWG offiziell bestätigt: Die diesjährige Chinderolympiade der SWG, die am kommenden Samstag hätte stattfinden sollen, ist abgesagt.

Die SWG-Chinderolympiade habe sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Termin im Grenchner Veranstaltungskalender entwickelt, schreiben die Verantwortlichen. «Dieses Jahr muss der traditionelle Anlass allerdings aufgrund der steigenden Covid-19-Fallzahlen und zum Schutz der Bevölkerung abgesagt werden. Auf die Durchführung von Samstag, 8. August 2020, auf dem Märetplatz in Grenchen, wird verzichtet. Wir bitten um Verständnis für unsere Entscheidung. Damit gewährleisten wir die Sicherheit unserer Teilnehmer, Zuschauer und Mitarbeiter», heisst es weiter.

In den sozialen Medien, insbesondere auf der Facebook-Seite «du bisch vo Gränche, wenn ...», äussern Eltern ihr Bedauern über den Entscheid, zeigen aber auch Verständnis. Ihre Tochter habe sich sehr gefreut auf die Chinderolympiade, sie wäre das erste Mal dabei gewesen, schreibt eine Mutter. Ein anderer Kommentator schreibt, er habe schon damit gerechnet, als er den Flyer erhalten habe. Eine Autorin bringt es auf den Punkt mit folgenden Zeilen: «Wenn es nicht so viele Idioten gäbe, die sich einen Dreck um die Hygieneregeln scheren, hätten wir weniger Einschränkungen. Vermutlich müssen die Kinder im Herbst mit Masken zur Schule. Gab es schon immer so viele Dummköpfe?»

Das Risiko ist auch mit Schutzmassnahmen gross

Auf die Frage, weshalb ausgerechnet ein Anlass mit Kindern gestrichen wird, wo doch diverse Studien vermuten lassen, dass Kinder unter zehn Jahren das Virus wahrscheinlich nicht oder nur selten weitergeben und sich auch eher selten anstecken, sagte Lidia Kozic, Marketingleiterin bei der SWG: «Die Kinder kommen ja nicht alleine.» Aufgrund der aktuellen Situation sei vorgesehen gewesen, das Gelände zu umzäunen und nur Kinder hineinzulassen. «Aber dann gibt es am Zaun ein Gedränge und die Eltern stehen da dicht beieinander, weil doch jeder sehen will, was sein Kind macht.» Das Risiko, dass sich jemand mit dem Virus anstecke, sei trotz der Schutzmassnahmen einfach zu gross.

Alles war eigentlich schon vorbereitet

«Wir sind auch sehr enttäuscht. Denn eigentlich war alles vorbereitet und wir hätten einige coole neue Spiele für die Kinder bereitgestellt», sagt Lidia Kozic. So zum Beispiel eine neue Hüpfburg in Form eines Piratenschiffs, ein XXL-Mikado und ein XXL-Jenga-Holzturm. Acht Spiele, je vier pro Altersgruppe, waren vorgesehen.

Das Kinderschminken sei schon früher gestrichen worden. Stattdessen hätte eine Frau aus Luftballons lustige Figuren und Tiere geformt. «Uns war klar, dass wir auf das Schminken verzichten mussten, einander so nah zu sein und ins Gesicht zu fassen, das lag nicht drin.»
Diese Woche hätte sie bloss noch die Sandwiches und Getränke organisieren müssen, sagt Lidia Kozic.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1