Die Gemeinde Bettlach befasst sich seit längerem mit dem Thema Alter. Zum einen zeigt die demografische Entwicklung der Gemeinde, dass der Anteil der Betagten und Hochbetagten stetig wächst und in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Zum anderen gibt es in Bettlach mehrere Institutionen, die sich zentral mit dem Thema befassen.

Am Samstag, dem 23. Januar, soll nun eine grosse Informationsveranstaltung im Alters- und Pflegeheim Baumgarten mit den beteiligten Akteuren stattfinden. Denn man ist der Ansicht, dass der Vernetzung der verschiedenen Angebote in Zukunft eine immer grössere Bedeutung zuteilwird. Ziel dieses Anlasses soll es sein, die Einwohnerinnen und Einwohner Bettlachs für die anstehenden Fragen zu sensibilisieren und alle Beteiligten enger zusammenzuführen.

«Uns beschäftigen dabei unter anderem folgende Fragen: Wie fördern wir die Nachbarschaftshilfe? Wie werden die durch die demografische Entwicklung entstehenden Kosten finanziert? Welche Angebote braucht es in Zukunft vermehrt? Wie werden diese Angebote sinnvoll vernetzt und Synergien genutzt?», erklärt Christina Affentranger, Präsidentin des Vereins palliativeCare Bettlach, welcher den Anlass initiiert hat.

12 Institutionen werden mit Infoständen vertreten sein und über ihre Arbeit und Angebote Auskunft geben. So zum Beispiel Inva Mobil, der Besuchsdienst, Pro Senectute Kanton Solothurn, der Fahrdienst des Schweizerischen Roten Kreuzes, die Kantonspolizei, Spitex Bettlach, die Kirchgemeinde Bettlach und weitere.

Den Hauptteil aber bilden Vorträge rund um das Alter: Nach der Eröffnung durch Christina Affentranger, wird Rolf Graf von der Kantonspolizei ein Referat zur Sicherheit im Alter halten. Markus Biedermann, Spezialist für Ernährungsfragen im Alter und Gerontologe, befasst sich in seinem Vortrag über eine ausgewogene Ernährung und ihre Bedeutung für das Erreichen eines hohen Lebensalters.

Daniel Heiniger alias Clown Wieni zeigt in seinem Referat auf, dass Humor eine wichtige Ressource bei der Auseinandersetzung und Bewältigung von schwierigen und belastenden Alltagssituationen sein kann und auch bei an Demenz-Erkrankten eine wichtige Rolle spielt.

Vortrag und Podium

François Höpflinger, Professor für Alters- und Generationenforschung, beschäftigt sich in seinem Referat mit den veränderten Bedürfnissen der alten Menschen, die auch im hohen Alter noch weitgehend selbstbestimmt leben möchten. Auch im hohen Lebensalter ergeben sich neue soziale, gesundheitliche und intergenerationelle Gestaltungsmöglichkeiten.

Damit werden Gesellschaft bzw. Gemeinden mit einer doppelten Herausforderung konfrontiert: Nicht nur die Zahl alter Menschen steigt an, sondern auch ihre Bedürfnisse verändern sich. In seinem Vortrag werden aktuelle demografische und gesellschaftliche Trends bezüglich über 80-jähriger Frauen und Männer angesprochen und diskutiert.

In einem Podium «Alt werden in Bettlach» diskutieren Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut, François Höpflinger, Christina Affentranger und der Hausarzt Andreas Rüegger anschliessend Fragen rund ums Thema. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein.

«Alt werden in Bettlach», Samstag, 23. Januar, von 10 bis 17 Uhr im Alters- und Pflegeheim Baumgarten.