Gemeinderat Grenchen

Eine «Uhr» für den Zytplatz und andere Projekte

Das Ferienheim Prägelz muss baulich aufgerüstet werden, unter anderem beim Brandschutz.

Das Ferienheim Prägelz muss baulich aufgerüstet werden, unter anderem beim Brandschutz.

An der Grenchner Gemeinderatssitzung vom Dienstag wurde über den Stand der Ortsplanungsrevision und weitere bauliche Projekte orientiert.

Über ein prominentes Projekt war im Rahmen der Beantwortung einer Interpellation von Daniel Hafner (SP) mehr zu erfahren: So ist auf dem Zytplatz – so heisst die Fussgängerzone zwischen Bettlach- und Solothurnstrasse seit 15 Jahren – eine Installation geplant. Hafner hatte nämlich in seiner Interpellation vorgeschlagen, dort eine repräsentative Uhr aufzustellen, «wie es sich für eine Uhrenstadt gehört».

Studenten zu Wettbewerb eingeladen

Als Teil der «Kompass»-Massnahme zur Attraktivierung des Stadtzentrums wurde im Oktober 2018 ein Wettbewerb unter den Studierenden der Höheren Fachschule für Technik (hftm) ausgeschrieben. Bis Ende Februar konnten sie Projektideen samt Umsetzungsplan und Kostenaufstellung einreichen für interaktive Konstruktionen, die den «Faktor Zeit» thematisieren. Die sieben eingereichten Projektideen wurden von einer sechsköpfigen Jury begutachtet, und der Gewinner des Wettbewerbs hat eine Konkretisierung seines Projektes am 9. Mai vorgestellt und ein Preisgeld von vorerst 1000 Fr. erhalten (3000 Fr., wenn das Projekt umgesetzt wird).

Bis Ende September soll ein Modell des Projektes vorliegen. Je nach Kostenhöhe werde die GRK oder der Gemeinderat über die Umsetzung entscheiden. «Die Kommunikation des Siegerprojektes ist zum Zeitpunkt der Behandlung im finanzkompetenten Organ vorgesehen, wenn das Projekt spruchreif ist, d. h., die heute noch offenen technischen Fragen beantwortet sind», heisst es weiter.

Dringender baulicher Handlungsbedarf wurde sodann beim Ferienheim der Stadt in Prägelz festgestellt. Und zwar wurden bei einer Kontrolle durch die Gebäudeversicherung des Kantons Bern verschiedene Auflagen zur Verbesserung des Brandschutzes gemacht, die bis Ende Jahr umgesetzt werden müssen. So müssen unter anderem diverse Türen ersetzt, Fluchttüren aufgerüstet und Notbeleuchtungen erstellt werden. Weiter wurde festgestellt, dass das Terrassengeländer und das Treppengeländer beim Haupteingang ersetzt werden müssen, da diese zu wenig hoch sind. Da im Rahmen der Sanierung die Ornamente im Terrassengeländer erhalten werden sollen, wurde vom Rat der beantragte Kredit um 10 000 Franken auf neu 120 000 Franken erhöht.

So gehts weiter bei der Ortsplanungsrevision

Stadtplaner Fabian Ochsenbein orientierte sodann über den Stand der Ortsplanungsrevision. Nach der Genehmigung des Leitbildes durch die Gemeindeversammlung war eine Arbeitsgruppe am Werk, welche die Themen in zehn Module aufgeteilt hat, die an insgesamt elf Sitzungen diskutiert wurden. Diese behandeln die Themen Landreserven, Reglemente, Verkehr, Grünflächen, Gestaltungspläne Schwerpunktgebiete etc. So gab Ochsenbein bekannt, dass in den letzten 15 Jahren in Grenchen 15 ha überbaut wurden. Rund 40 ha sind zurzeit in eingezontem Gebiet noch vorhanden. Einzonungen seien somit zurzeit kein Thema, zumal durch Unternutzung der eingezonten Flächen theoretisch ein drei- bis vierfaches Volumen als Reserve zur Verfügung stehe.

Insgesamt habe man festgestellt, dass «keine gravierenden Zielkonflikte» ersichtlich seien. Eine öffentliche Auflage der revidierten Ortsplanung ist für Sommer 2021 vorgesehen.

Stadtbaumeister Aquil Briggen orientierte über den Stand weiterer Bau-Projekte wie Bahnhofplatz Süd oder Erweiterung Schulhaus Kastels. Letzteres sei das zurzeit grösste Bauprojekt Grenchens mit einem Bauvolumen von 11 bis 12 Millionen Franken. Die Urnenabstimmung über das Geschäft ist im ersten Quartal 2021 vorgesehen.

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