Grenchen

Eine Skulptur für Kinderrechte: Grenchner Jugendliche formulieren ihre Rechte visuell

Die Kinder posieren zusammen mit dem Stapi vor der Skulptur.

Die Kinder posieren zusammen mit dem Stapi vor der Skulptur.

Anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums der Kinderrechtskonvention bauten Jugendliche in Grenchen eine Skulptur auf dem Marktplatz.

Rund 25 Kinder und Jugendliche waren in den letzten zwei Wochen im Lindenhaus kreativ. Im Rahmen der Aktionswochen zum 30-Jahr-Jubiläum der Kinderrechtskonvention (siehe separater Artikel) des Verbands für offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kanton Solothurn VOAKJ haben sie diskutiert, welche Kinderrechte für sie persönlich wichtig sind. Die Kinder und Jugendlichen haben an mehreren Nachmittagen im Kreativ-Treff des Lindenhauses unter der Leitung von Tamara Moser und Melanie Stoller Schlüsselwörter und -sätze erarbeitet und diese auf farbigen Steinen festgehalten. Mit diesen Steinen wurde gestern Nachmittag auf dem Marktplatz eine Skulptur gebaut.

Die Stadt Grenchen hatte Flyer an alle Schulen verschickt, an die 1000 Stück, und die Kinder und Jugendlichen der Stadt Grenchen zu diesem Anlass eingeladen.

Stadtpräsident François Scheidegger wies in seinem Grusswort an die anwesenden Kinder und Jugendlichen darauf hin, dass geschätzte 100 000 Kinder jedes Jahr in Berührung mit dem Schweizer Rechtssystem kommen. Sie sind betroffen von Scheidungen, Asylverfahren, Fremdplatzierungen oder Konflikten in der Schule. Noch bis in die Neuzeit hätten Kinder nicht viel zu sagen gehabt. Das habe die Kinderrechtskonvention grundlegend verändert. – Die Stadt Grenchen, in welcher aktuell 2810 Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 18 Jahren leben, hat letztes Jahr das UNICEFLabel «Kinderfreundliche Gemeinde» erhalten. Darauf sei man stolz, sagte Scheidegger, aber das bringe auch die Verpflichtung mit sich, genau hinzuschauen. «Das Jubiläum ist ein Grund zum Feiern». Auch in den vergangenen Jahren seien im Rahmen der Kinderrechtswochen Aktivitäten durchgeführt worden. Die aus der Idee des Lindenhauses entstandene Skulptur bleibe nun bis zum Weihnachtsmarkt stehen und soll Passanten auf die Kinderrechte aufmerksam machen.

Allen anwesenden Kindern und Jugendlichen spendierte die Stadt einen Spitzbub und ein Glas Süssmost.

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