Lengnau

Die Kinder bekommen jetzt Schatten

Madeleine Deckert, Präsidentin von Seeland-Biel-Bienne, und Max Wolf nach der Baumpflanzung vor dem Kindergarten.

Madeleine Deckert, Präsidentin von Seeland-Biel-Bienne, und Max Wolf nach der Baumpflanzung vor dem Kindergarten.

Der Verein Seeland-Biel-Bienne spendete seinem ehemaligen Präsidenten Max Wolf einen Baum. Die Kinder im Lengnauer Kindergarten Pavillon profitieren davon.

Max Wolf, Gemeindepräsident von Lengnau, hat den Verein Seeland-Biel-Bienne während vier Jahren präsidiert – wegen harziger Nachfolgesuche doppelt so lange wie üblich. Anfang Jahr übernahm dann Madeleine Deckert, Gemeindepräsidentin von Leubringen, das Präsidium der Organisation mit 61 Gemeinden im Seeland, die sich in dieser Plattform organisiert haben, um regionale Richtpläne und Konzepte zu erarbeiten. Das geschieht in vier Gebietskonferenzen und sechs Fachkonferenzen. Der Vorstand, welchen Wolf präsidierte, umfasst 14 Gemeindepräsidien.

Eine Kastanie als Dank für die Vorstandsarbeit

Die Tradition will es, dass der Verein dem jeweils scheidenden Präsidenten einen Baum schenkt. Max Wolf, der Ende dieses Jahres auch in Lengnau wegen Amtszeitbeschränkung als Gemeindepräsident zurücktritt, hat sich für eine Rosskastanie (Aesculus carnea, rotblühend) entschieden. «Der Baum gefällt mir und passt in unsere Umgebung», meinte Wolf am Rande der offiziellen Baumpflanzung, zu der sich gestern die Lengnauer Behörden und Vertreter von Seeland-Biel- Bienne eingefunden hatten. «Ich habe die Arbeit bei Seeland-Biel-Bienne lange und gerne gemacht», sagte er kurz und bündig.

Madeleine Deckert sprach ihm ihrerseits im Namen des Vereins den Dank aus. «Besondere Merkmale seiner Präsidiumszeit waren die Ruhe, die er auch in hektischen Situationen ausstrahlte und seine speditive Sitzungsführung.» Sie gratulierte Wolf zur Wahl eines Kastanienbaums. «Er erinnert mich an meine Kindheit in Biel», sagt sie. Kinder kommen denn auch vor allem in den Genuss des Baumes. Er wurde auf Wunsch von Max Wolf auf dem Pausenplatz des Kindergartens Pavillon (beim Friedhof) gepflanzt.

«Ich bin jetzt in einem Alter, wo ich häufiger bei Begräbnissen als bei Hochzeiten bin», meinte Wolf selbstironisch. Und so komme er auch immer wieder bei diesem Kindergarten vorbei. Dabei sei ihm aufgefallen, dass der Pausenplatz zu wenig Schatten bietet.

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