Mit einem Fest feierte die betreute Wohngemeinschaft Jabahe in Leuzigen den Einbau eines Liftes. Damit ist auch eine zentrale Forderung des Kantons Bern erfüllt. Als nämlich das Haus an der Eymattstrasse im Jahr 2011 bezogen wurde, verband dieser die Gewährung von Subventionen mit der Bedingung, die 2-stöckige Liegenschaft vollkommen barrierefrei (behindertengerecht) umzubauen.

«Was lange währt, wird endlich gut», meinte denn auch Patrice Bänninger, zuständiges Vorstandsmitglied des Trägervereins «Cicada», zu Beginn seiner Ansprache. Es habe einige Herausforderungen, Stolpersteine auch, bei der Realisierung gegeben. Alle Beteiligten hätten jedoch das Ziel nie aus den Augen verloren, seien an der Aufgabe gewachsen.

«Im Moment sind unsere Bewohnerinnen zum Glück noch nicht wirklich auf den Lift angewiesen, aber wir wissen nicht, wie das in Zukunft aussieht» führte Bänninger weiter aus. Und selbstverständlich habe man die Vorgabe des Kantons einhalten wollen.

Facelifting für Umgebung

So wurde nun ein Anbau mit Lift erstellt. Gleichzeitig hat man die Gelegenheit genutzt, die Umgebung zu erneuern, den Zugang zum Haus noch freundlicher zu gestalten. Schliesslich wurden auch einige kleinere Anpassungen im Inneren in die Arbeiten miteinbezogen.

Entstanden ist so ein «Werk», welches gegen 200'000 Franken gekostet hat. Ein Grossteil der Kosten konnte mit Sponsoren- und Gönnerbeiträgen abgedeckt wurden. Patrice Bänninger betonte aber auch das grosse Engagement der Mitarbeitenden, die viel zum Gelingen des Unterfangens beigesteuert haben.

Es war eine bunte Schar, welche sich zu dieser Feier eingefunden hat. Nebst Mitarbeitenden und Bewohnerinnen liessen sich auch Behördenvertreter, die involvierten Handwerker, Sponsoren und Gönner und erfreulicherweise auch einfach Einwohnerinnen und Einwohner von Leuzigen die Gelegenheit nicht entgehen, den Lift zu testen, das Haus zu begutachten und natürlich den Klängen der Jabahe-Band zu lauschen.

Bald sind es 20 Jahre

Die betreute Wohngemeinschaft Jabahe wurde 1999 von Thesi Frei gegründet. Während zwölf Jahren führte sie die Institution als privates Kleinheim für maximal vier Frauen mit einer kognitiven Beeinträchtigung. 2011 begab sich die Gründerin unter das Dach des Trägervereins «Cicada» und sicherte so die längerfristige Zukunft der Institution. Gleichzeitig erfolgte der Umzug von der Metzgergasse an die Eymattstrasse.

Bewohnerin gesucht

Von Beginn weg fungierte die Musik als wichtiges Therapie-Element. Die Jabahe-Band ist in der Zwischenzeit weit über die Region hinaus bekannt und hat unzählige Besucherinnen und Besucher mit ihrer musikalischen Weltreise beeindruckt. Sie steht immer noch unter der Leitung von Thesi Frei und wurde 2015 mit dem Anerkennungspreis der Stadt Grenchen geehrt. Die Institution Jabahe bietet Platz für sechs Frauen. Im Moment ist einer frei. Institutionsleiter Roland Schaffner freut sich auf Bewerbungen von potenziellen Mitbewohnerinnen.

Infos und Kontakt: www.jabahe.ch