Gemeinschaftsantennen-Anlage

Der Grenchner Telekomanbieter bleibt trotz grosser Konkurrenz zuversichtlich

«Ich bin der Meinung, wir haben das bessere Angebot», sagt GAG-Chef Kurt Hohler. (Archivbild)

«Ich bin der Meinung, wir haben das bessere Angebot», sagt GAG-Chef Kurt Hohler. (Archivbild)

Die Gemeinschaftsantennen-Anlage Grenchen (GAG) bleibt trotz der starken Konkurrenz durch grössere Telekomanbieter zuversichtlich und blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Fernsehen, Internet, Festnetz- und Mobiltelefonie: Der Telekommarkt in der Schweiz ist stark umkämpft. «Trotz grosser Konkurrenz – es war ein gutes Jahr», so der Verwaltungsratpräsident der Gemeinschaftsantennen-Anlage Grenchen (GAG), Jürg Kaufmann.

Im Vergleich zu Telekomwalen wie Swisscom oder UPC mag die GAG ein kleiner Fisch sein. Mit ihren modernen Übertragungsnetzen mit einer «sehr grossen Glasfaserdichte» könne die GAG aber sehr wohl mit diesen Anbietern mithalten, wie auch Geschäftsführer Kurt Hohler an der Generalversammlung betont.

Der im 2017 generierte Jahresgewinn von 824'000 Franken spricht für sich. Auch wenn er im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent tiefer ausgefallen ist, ist diese Zahl beachtlich für einen Betrieb mit 17 Vollzeitstellen.

Auf eigene Stärken setzen

Doch wie will sich die GAG auch in Zukunft gegen grössere Telekomanbieter durchsetzen? Schliesslich hat UPC erst Anfang dieses Jahres verkündet, dass sie ihr Netz in der Region Solothurn ausbauen will. Die GAG verlässt sich auf ihre Stärken: Sie verfüge über sehr gute Mittel, wie die All-in-One-Abos, um gegen die Konkurrenz zu bestehen. Zudem könne die GAG mit Produkten wie «Quickline TV», welches neu auch auf Smartphones und Tablets konsumierbar sei, oder dem neuen Sportkanal «MySports» punkten.

In Zukunft werde der Fokus auf die kombinierbaren Angebote gelegt, welche sich an die individuellen Bedürfnisse der Kunden anpassen lassen. Auch was die Konkurrenzfähigkeit bei Aufträgen in der Stadt Grenchen betrifft, ist Hohler zuversichtlich: «Ich habe die Offerten gesehen, welche die UPC bei Projekten eingereicht hat, an welchen wir auch interessiert sind. Ich bin der Meinung, wir haben das bessere Angebot», sagt der Geschäftsführer zuversichtlich.

Eine Zusammenarbeit mit der Swisscom, wie sie unter anderem die GA Weissenstein mit dem Anbieter pflege, habe die GAG nicht vorgesehen und das eigene Glasfasernetz werde sie auch nicht an Konkurrenten vermieten.

Man darf gespannt bleiben, ob die GAG auch in Zukunft mit den ganz Grossen mitschwimmen kann.

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