Eine Zeit lang war das ganze Gebäude auf dem Grenchenberg eingerüstet. Der Grund: Die Fassade wurde saniert. «Kurz nach Ostern begannen die Handwerker mit der Arbeit und mussten wegen schlechten Wetters gleich einen Baustopp einlegen», berichtet Vreni Schneider, die Wirtin des Gasthofs Untergrenchenberg.

Dann aber sei es zügig vorwärtsgegangen. «Die gesamte Fassade wurde neu verputzt, ausgebessert und frisch gestrichen. Die Untersicht des Daches wurde ebenfalls neu gestrichen und das Dach kontrolliert.» Die Fenster waren teilweise schon im Vorfeld erneuert worden, die alten Fenster durch moderne Triple-Glasfenster ersetzt.

Das Problem dabei, so Vreni Schneider: «Praktisch jedes Fenster musste auf Mass angefertigt werden, da die alten Fenster verschieden gross waren.» Die restlichen, noch nicht erneuerten Fenster sind bereits bestellt, der Einbau sollte in Kürze erfolgen. Ebenfalls erneuert wurden die Fensterläden, die Jalousien. Gestern war der Handwerker zum letzten Mal auf dem Berg, um die letzten zu montieren. «Auch der schöne Schriftzug an der Fassade wurde neu gemalt, und soviel ich weiss, hat der Maler, der den Auftrag dafür erhielt, diesen Schriftzug sogar gesponsert.»

Das bestätigt auch Renato Müller, Verwalter der Bürgergemeinde Grenchen, der das Gebäude gehört. «Wir haben die Aufträge in erster Linie an Grenchner Handwerksbetriebe vergeben, mit einer Ausnahme. Quasi als ‹Dankeschön› hat uns das Malergeschäft Hetzel den Schriftzug an der Fassade geschenkt. Dies auch im Zusammenhang mit seinem Jubiläum, die Firma feiert nämlich ihr 111-Jahr-Jubiläum.»

Die Kosten für die Fassadensanierung betrugen rund 110'000 Franken, die von der Bürgergemeinde berappt werden. Wie wir an dieser Stelle bereits berichteten, sollen die alten Gemeinschaftsduschen und Duschkabinen im Innenbereich herausgerissen und durch moderne Nasszellen ersetzt werden. Diese Arbeiten werden laut Müller im Rahmen des normalen Unterhaltes in der nächsten Zeit erledigt.

«Ich war froh, als das Gerüst noch vor dem Grenchenberglauf wieder weg kam», sagt die Wirtin. Den trotz Verbotsschildern seien Leute darauf herumgeklettert.«Vielleicht, weil sie dachten, sie könnten den Sonnenuntergang noch besser sehen?»