Grenchen

Dank an die «Freunde Sommeroper»: «Ihr seid unser finanzieller Fels in der Brandung»

Anna Messerli und Erwin Egli freuen sich auf die neue Sommeroper.

Anna Messerli und Erwin Egli freuen sich auf die neue Sommeroper.

Der Verein «Freunde Sommeroper Selzach» unterstützt die Inszenierungen mit namhaften Beiträgen.

Seit 1991 verpflichten sich die Freunde Sommeroper Selzach, die jeweiligen Inszenierungen mit namhaften Beiträgen (30'000 Franken, bei Bedarf auch mehr) zu unterstützen. Der Verein ist damit der bedeutendste private Förderer der Sommeroper. Die 27. Generalversammlung fand im Grenchner Parktheater statt.

Präsident Erwin Egli blickte auf ein erfreuliches Berichtsjahr zurück: «Die Jubiläumsaufführung «Der fliegende Holländer» war ein Wagnis. Dieses hat sich aber gelohnt. Die Aufführung begeisterte in jeder Hinsicht.» Davon profitierte auch der Verein, der 15 neue Mitglieder gewinnen konnte.

Die Jahresrechnung fiel ebenfalls positiv aus. Kassier Jürg Frutig konnte einen Gewinn von knapp 12 000 Franken vermelden, womit sich das Vermögen auf etwas über 31'000 Franken (per 31.12. 2018) erhöhte. Der Vorstand wurde unverändert bestätigt. Er setzt sich wie folgt zusammen: Erwin Egli (Präsident), Anna Messerli (Vizepräsidentin, Ehrenpräsidentin), Nathalie Schindler (Sekretariat), Jürg Frutig (Kasse), Stefan Krähenbühl und Viktor Stüdeli.

«Zurückhaltung der Privatwirtschaft»

Der Präsident der Sommeroper, Ulrich Bucher, freute sich zwar ob des gelungenen Jubiläums. Er schaute aber nicht ganz sorgenfrei in die Zukunft. Noch sei es nicht gelungen, die Sommeroper auch überregional zu verankern. Gewisse Sorgen bereiten ihm ausserdem die Finanzen: «Man spürt angesichts der unsicheren Weltwirtschaftslage eine gewisse Zurückhaltung seitens der Privatwirtschaft.» Dazu komme, dass sich bekannterweise verschiedene Stiftungen angesichts fehlender Zinserträge nicht mehr so spendabel zeigen könnten wie auch schon.

Umso herzlicher fiel sein Dank an die «Freunde Sommeroper» und ihre Unterstützung aus: «Ihr seid unser Fels in der Brandung».

Kampf zwischen Tyrannei und Freiheit

Vorfreude auf die Produktion 2020 (Verdis opulente Oper «Don Carlos») weckten die beiden Produktionsleiter Pia Bürki und René Gehri sowie Bühnenbildner Oskar Fluri. «Verdi wollte Action», meinte etwa Letzterer. Es gehe um den Kampf zwischen Tyrannei und Freiheit, um Terror, Krieg und Religion. «Leider ist die Oper, welche im 16. Jahrhundert spielt, damit immer noch aktuell», führte er weiter aus.

Nach dem Erfolg der Kinderoper zu Wagners «Fliegendem Holländer» stellte Pia Bürki auch für «Don Carlos» eine Produktion für junge Leute in Aussicht. Allerdings ist die auf ein Drama von Schiller beruhende Oper alles andere denn leichte Kost. «Wir richten uns deshalb vor allem an die Oberstufe (ab 6. Klasse) und an Jugendliche. Die Schulen wurden bereits informiert, Thomas Dietrich ist am Schreiben», gab sie der Versammlung bekannt.

Premiere von «Don Carlos» ist am 30. Juli 2020. Der Vorverkauf beginnt in Kürze.

Informationen und Ticketing: www.sommeroper.ch und www.freunde-sommeroper.ch

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