Grenchen

Dani Fohrler und Sänger «George» gaben viel Privates preis

Gar nicht etwa unter sich: Kurt «Moos» Gilomen, George (Schwab), Dani Fohrler und Dagobert Cahannes (von links). at.

Gar nicht etwa unter sich: Kurt «Moos» Gilomen, George (Schwab), Dani Fohrler und Dagobert Cahannes (von links). at.

Die neue Talk-Veranstaltung von Dagobert Cahannes und Kurt Gilomen ist ein Erfolg. Auch für die dritte Ausgabe gabs am Ende nur noch Stehplätze.

Die beiden Grenchner «Urgesteine» haben im Herbst die Tradition der Gesprächsveranstaltungen, die vor Jahrzehnten jeweils im «Löwen» stattfanden, wiederbelebt. Mit der Talk-Reihe «Ganz unger üs» ist ihnen das vollauf gelungen. Die «Centro-Lounge» vermochte am Mittwochabend keine zusätzlichen Gäste mehr aufzunehmen. «Das nächste Mal müssen wir wohl anbauen», meinte denn auch Gastgeber Kurt «Moos» Gilomen zu Beginn der Talk-Veranstaltung.

Zusammen mit Dagobert Cahannes hatte er den bekannten Solothurner TV- und Radiomoderator Dani Fohrler zu Gast sowie den Seeländer Sänger «George» (Schwab), der mit seinem im Oktober erschienenen Album «Fründe für immer» während sechs Wochen auf Platz drei der Hitparade landete. Der Musiker relativierte gleich selber: «Heute braucht es dafür nicht mehr so viele Verkäufe wie noch vor Jahren», doch natürlich freue es ihn, wenn zunehmend mehr Leute seine Musik mögen.

Viel Persönliches

Das Gespräch begann mit ganz persönlichen Dingen, welche beide Gäste auch gerne preisgaben: So berichtete Fohrler, dass er sich beim Grenchner Coiffeur Aurelio frisieren lässt, George, dass er seine Haare färbt. Beide stellten sie fest, dass sie Jahrgang 1967 haben und in ihren Familien «Nachzügler» sind, mit 15 (George) bzw. 19 Jahren Unterschied zu den älteren Geschwistern.

Beide machen sich Notizen: Fohrler sehr viele, beruflich und auf dem Computer («mehrere Seiten täglich, ich habe zum Glück das KV gemacht und tippe sehr schnell ...») – George gelegentlich während der Arbeit als Landschaftsgärtner, wenn er eine Song- bzw. Textidee hat. Das Gespräch entwickelte sich flüssig, und insbesondere Fohrler gab interessante Einblicke in seine tägliche Arbeit, welche sehr strukturiert sei. Kein Wunder, bei dem Pensum, das der Frühaufsteher bewältigt. Fohrler bekannte sich zum Radio als «sinnliches Medium, das noch Platz lässt fürs Kopfkino». Als Moderator sei man beim Radio auch verantwortlich für Technisches, für das Ein- und Ausblenden und fürs Timing. «Da muss man ein Gespür bekommen, wie lange man für Ansagen, Logos oder Verkehrsmeldungen braucht, damit es pünktlich aufgeht auf die Nachrichten.»

George, der bekannt ist dafür, dass er auch nach den Konzerten gerne den Kontakt sucht mit dem Publikum, erklärte, dass nach eineinhalb Stunden auf der Bühne die Autogrammstunde – «heute ist es eine Selfie-Stunde» – noch ganz schön anstrengend werden kann. Er bekannte, dass er auch heute vor den Auftritten noch Lampenfieber hat. «Als ich jung war eine Woche, heute noch eine Stunde lang.» Doch das gehöre dazu.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1