«Mir hocke nume uf em Wy u verdurschte derbi», sagt Jürg Rohrbach zu Hanspeter Gautschi. Die beiden Amateur-Akteure spielen in der Anfangsszene von «Bunte Vögel» zwei Transporteure, die den Auftrag haben, Wein über die Aare nach Solothurn zu «den edlen Herren» zu bringen. Wer die Geschichte «Charger pour Soleure» jedoch kennt, weiss, dass die Fässer bereits in Büren angestochen wurden. Die beiden haben den Wein – «so dass mes z’Solothurn nid merkt» – mit Wasser verdünnt und sind dann mit ihrer Fracht auch nicht ganz nüchtern an ihren Zielort gelangt.

«Hommage an Büren»

Um «eine Hommage an Büren und seine Geschichte» geht es in der neuen Produktion der Grenchner Regisseurin Iris Minder, die Ende März zur Aufführung gelangen wird. Auftraggeber ist der Tourismus Büren, der letztes Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern konnte. «Wir freuen uns, nach zwei Jahren der Bevölkerung wiederum etwas aus Bürens Geschichte präsentieren zu können», so Hermann Käser, Präsident des Tourismus Büren.

Da es sich um einen Jubiläums-Anlass handelt, werden die einzelnen Szenen «kulinarisch eingebettet», sagt Hermann Käser. Zum Dessert wird eine Torte «50 Jahre Tourismus Büren an der Aare» serviert. «Wir lancieren damit eine aussergewöhnliche und gediegene Geburtstagsfeier», so der Präsident weiter. Aber es bleibt natürlich nicht nur bei dem exquisiten Menu. «Die Zuschauer erwartet Drehorgelmusik mit Bänkelliedern, Rückblicke ins Mittelalter mit medizinischen Ratschlägen aus dieser Zeit, Berührendes aus der Zeit der Wallfahrten und auch Geschichtliches zum Polenlager oder zur Problematik der Uhrenindustrie in Büren kurz vor dem Generalstreik», erklärt Iris Minder. Als Grundlage für die einzelnen zur Aufführung gelangenden Szenen dienten ihr unter anderem die Hornerblätter sowie das Buch «Büren an der Aare um die Wende des 19./20. Jahrhunderts» von Martin Stotzer. Was es mit dem Titel «Bunte Vögel» genau auf sich hat, will die Regisseurin nicht verraten. Nur so viel: «Bunte Vögel gab es auch in Büren schon immer».

Für 35 Franken ohne Essen

«Da wir festgestellt haben, dass es einige Interessierte gibt, die lieber nicht essen möchten, haben wir uns kurzfristig entschieden, auch Anlässe ohne Menü anzubieten», so Hermann Käser. An den drei letzten Vorstellungsdaten wird den Gästen neu – anstelle des ganzen Menüs – ein Apéro serviert. Der Preis dafür liegt dann bei 35 Franken.

Die Vorstellungen finden statt: 22. März 2019, 19.00 Uhr (Premiere), 23. März 2019, 19.00 Uhr (mit Essen), 24. März 2019 11.00 Uhr, 29. und 30. März 2019, jeweils 19.00 Uhr (Apéro). Information und Reservation, 032 351 27 07 oder tourismus@bueren.ch.