Auf dem Flughafen ist es Mitte April fast zu einem Zusammenstoss zwischen einem landenden Segelflugzeug und einem rollenden Motorflugzeug gekommen. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) kommt zum Schluss, dass der Pilot des Segelflugzeuges den Flug ungenügend vorbereitet hatte.

Er hatte nicht mitbekommen, dass die Graspiste, auf der er landen wollte, an diesem Tag wegen einer fliegerischen Veranstaltung für andere Flugzeuge gesperrt war. Er merkte zwar dann seinen Lapsus, doch der Landeanflug war inzwischen soweit fortgeschritten, dass es für einen Wechsel auf eine parallele Landebahn zu spät war.

Das Segelflugzeug überflog kurz vor dem Aufsetzen mehrere stehende Flugzeuge, davon eines mit laufendem Motor. Dies habe ein hohes Risiko dargestellt, insbesondere, weil Piloten von Segelflugzeugen im Endanflug nur ein eingeschränkter Handlungsspielraum bleibe, schreibt die Sust in ihrem am Mittwoch veröffentlichten summarischen Bericht. Obwohl die Sust von einem «schweren Vorfall» spricht, hat sie auf eine vertiefte Untersuchung verzichtet. Es seien «keine weiteren Ergebnisse zu erwarten, die für die Verhütung eines solchen Zwischenfalls notwendig wären», heisst es im Bericht vom 4. Juli. Das involvierte Flugzeug war ein Zweisitzer vom Typ ASK 21 der Segel- und Motorfluggruppe Grenchen. Der Pilot mit Jahrgang 2000 hatte einen Segelflugschüler an Bord. (sda, at.)