Bettlach

Auf die unbeschwerte Fasnachtszeit

Ramon Zumstein und Barbara Leibundgut freuen sich auf die Fasnacht.

Ramon Zumstein und Barbara Leibundgut freuen sich auf die Fasnacht.

Zu den Klängen der Krachwanzä haben in Bettlach am Sonntagabend um 19.19 Uhr die Fasnächtler von Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut den symbolischen Schlüssel übernommen.

Es war kalt und nass, als die Krachwanzä Bettlach den Hilari einstimmten und mit ihm die Fasnacht. Aber das Wetter hielt viele Bettlacher trotzdem nicht davon ab, Zeugen des Spektakels zu werden: Die Zünftigen Bettlacher übernehmen das Dorf. Lange hätten sie darauf gewartet, verkündete Ramon Zumstein, der Präsident des Vereins, den symbolischen Schlüssel des Gemeindehauses fordernd. Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut müsse sich keine Sorgen machen.

Den Schlüssel gab Leibundgut aber nicht einfach so her, die Weihnachtspause sei doch gerade erst vorbei, sie könne nicht schon wieder pausieren. Zumstein argumentierte gut: «Jetz hesch jo Zit für ganz viu angeri wichtigi Sache.» Mit anderen wichtigen Dingen meinte er natürlich auch ihr Erscheinen am ganzen Fasnachtsprogramm. Leibundgut freut sich auf das vielfältige Programm und wollte am liebsten alle Narrengeheimnisse schon erfahren. Doch der Präsidentenbonus blieb ihr verwehrt, und für die Antwort auf ihre Fragen müsse sie eben an den Anlässen erscheinen – Anlässe für Gross und Klein, für Dick und Dünn, für alle.

Mit der Chesslete geht es los. Frühaufsteher mit Lärminstrumenten und weissen Gewändern werden die Bettlacher um 05.00 Uhr morgens wecken. Es folgt der Kinderumzug. Für weitere amüsante Wortspiele wird das Gwösch sorgen. Wer sich einmal unter die Reichen und Schönen mischen will, der darf das an der Höllefuer, die unter dem Motto Hollywood steht. Weiter auf dem Programm steht natürlich der Mooreball. Und der Aschermittwoch bringt mit dem Böögverbrennen traditionsgemäss das Ende der Fasnachtszeit mit sich.

Bis dahin vergeht aber noch eine Weile. Die Fasnächtler freuen sich darüber, im Gemeindehaus ihr Zunftlokal gefunden zu haben. Die abgewanderten Mitarbeiter würden sie aber nicht ersetzen, zwinkert Zumstein. In der Hoffnung, sie müsse beim Wiederkommen nicht zu viel aufräumen, übergibt die Gemeindepräsidentin ihr Schloss endgültig. Eine Übergabe, die mit ein, zwei Glühwein redlich gefeiert werden musste.

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