Schönenwerd
Glauben an den Standort Schweiz

Gute Nachricht für Schönenwerd: Schenker Storen AG baut neues Produktionsgebäude – mit neuen Arbeitsplätzen für die Region.

Cyril Lüdi
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Solothurner Zeitung

Neben dem Verwaltungsgebäude der Schenker Storen AG in Schönenwerd wird zurzeit ein Neubau erstellt. Projektleiter und Geschäftsleitungsmitglied Thomas Jost erklärt die Gründe für den Neubau und für die Wahl des Standorts: «Der Neubau wird eine reine Produktionsstätte zur Erweiterung der bisherigen Produktionsfläche. Allerdings wird ein Teil des neuen Gebäudes auch als Lager benutzt.»

In dieser Produktionsstätte werden Lamellenstoren hergestellt und eine Anzahl neuer Produkte. Welche genau, will die Firma noch nicht preisgeben. Ausserdem wird im Neubau eine neue Pulverbeschichtungsanlage installiert. «Es wird eine der topmodernen in Europa sein», erzählt Jost.

Die Kosten des Baus werden sich laut Jost auf ungefähr 18 Mio. Franken belaufen. Dazu kommen noch die Kosten für die zu installierenden Maschinen.

Neue Arbeitsplätze verfügbar

Durch die neue Produktionsstätte werden 20 bis 30 komplett neue Arbeitsplätze geschaffen. Und zwar in den Bereichen Produktion sowie Lager und Logistik. Die Bauzeit wird voraussichtlich bis Ende September 2011 dauern. Dann sei das Gebäude bezugsbereit. Thomas Jost meint dazu: «Das ist eine eher kurze Zeitspanne für so ein grosses Projekt.»

Auf die Frage, aus welchen Gründen sich die Schenker Storen AG für diesen Neubau entschieden hat, antwortet der Projektleiter: «Seit den 1970er-Jahren sind wir stetig gewachsen. Jetzt stösst die Kapazität unserer Räumlichkeiten an ihre Grenzen. Auch die Aussenlager, welche wir im Moment mieten, sind überlastet.»

Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, soll nun diese neue Produktionsstätte gebaut werden. «Damit sind wir dann auch für künftig zu bewältigende Volumina gerüstet. Momentan besitzen wir eine Produktionsfläche von ungefähr 10000 Quadratmetern. Mit diesem Neubau kommen nun 13000 Quadratmeter, verteilt auf drei Geschosse, hinzu», erklärt das Mitglied der Geschäftsleitung.

Für die Schweiz und gegen das Ausland entschieden

Es wäre ja auch denkbar gewesen, den Neubau aus wirtschaftlichen Gründen ins Ausland zu verlagern. Dazu hat Thomas Jost eine klare Meinung: «Unsere Firma glaubt grundsätzlich an den Standort Schweiz. Ausserdem bietet uns die Gemeinde Schönenwerd hervorragende Rahmenbedingungen.»

Die Baubedingungen seien sehr partnerschaftlich ausgehandelt und die Anliegen der Schenker Storen AG von der Gemeinde überaus speditiv bearbeitet worden. Die Zuständigen seien allgemein gut auf das Vorhaben der Firma eingegangen. «Natürlich wäre auch das Elsass als Standort eine Überlegung wert gewesen. Schliesslich besitzen wir dort schon eine Produktionsstätte.» Ein Standort im Ausland sei aber nie wirklich zur Diskussion gestanden.

Die Firma habe in Schönenwerd bereits über die nötigen Landreserven verfügt. Zudem sei es praktischer, das Produktionsgebäude direkt neben dem Verwaltungsgebäude zu haben, das spare auch Transportkosten. «Es war keine rein wirtschaftliche, sondern auch eine emotionale Entscheidung», erklärt Jost den Schritt weiter.

Dank den fähigen Mitarbeitern in der Schweiz sei auch der nötige hohe Qualitätsstandard gewährleistet. «Im Ausland hatten wir damit leider zum Teil weniger gute Erfahrungen gemacht. In der Schweiz sind die Fachkräfte einfach besser ausgebildet.»

Für Umwelt und Anwohner

Jost nennt weitere Gründe, warum im neuen Gebäude auch ein Lager untergebracht wird: «In erster Linie tragen wir damit den Anliegen der Anwohner Rechnung. Mit einem eigenen Lager nebenan sind viel weniger Transporte nötig. Dies entlastet auch die Umwelt, um dem Nachhaltigkeitsgedanken gerecht zu werden.» Zudem ziehe die Firma dann das Rohmaterial aus den Aussenlagern ab, folglich werden diese nicht mehr von der Schenker AG gebraucht.