Abstimmung
Wenige Stimmen sorgen in Eppenberg-Wöschnau für ein Ja zur Ehe für alle

Einmal Ja, einmal Nein: So hat Eppenberg-Wöschnau bei der eidgenössischen Abstimmung entschieden. Hier finden Sie alle Details zum Resultat in der Gemeinde.

Drucken
Teilen
Die Ergebnisse in Eppenberg-Wöschnau: 54.2 Prozent Ja zur Ehe für alle

Die Ergebnisse in Eppenberg-Wöschnau: 54.2 Prozent Ja zur Ehe für alle

(chm)

Eppenberg-Wöschnau befürwortete die Vorlage Ehe für alle. Die 45.8 Prozent Nein-Stimmen bedeuteten jedoch den achtgrössten Nein-Anteil im Kanton Solothurn. 39 Personen befürworteten die Vorlage, 33 stimmten Nein. 66.2 Prozent Ja lautete das Ergebnis zu Ehe für alle im Kanton Solothurn. Zur Erinnerung: In der Schweiz lautete das Resultat 64.1 Prozent Ja.

Auch zur eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare hatte Eppenberg-Wöschnau 2005 bereits Ja gesagt. Damals lautete das Resultat zum Partnerschaftsgesetz 54.3 Prozent Ja. 

Das Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde abgelehnt (58.2 Prozent).

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 67 Prozent Ja zu Ehe für alle, in den ländlichen gab es 57 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 61 Prozent Ja. Eppenberg-Wöschnau gehört in die grosse Gruppe der städtisch geprägten Gemeinden, welche die Vorlage Ehe für alle angenommen haben. Rund 98 Prozent dieser Gemeinden befürworteten die Vorlage. Die Bevölkerung in diesen Gemeinden befürwortete die Vorlage mit 57 Prozent.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 65 Prozent Ja zu Ehe für alle, in der Romandie hiess es 62 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 53 Prozent Ja.

99-Prozent-Initiative scheitert deutlich

Nein zur 99-Prozent-Initiative in Eppenberg-Wöschnau: Eine sehr deutliche Mehrheit von 73 Prozent der Stimmenden lehnten die Vorlage ab. Nein-Stimmen gingen 54 ein, Ja-Stimmen gab es 20. Auch der Kanton Solothurn lehnte die Vorlage ab, allerdings weniger deutlich. Der Nein-Stimmenanteil betrug 65.5 Prozent. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 64.9 Prozent Nein.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 62 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in den ländlichen gab es 70 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 69 Prozent Nein. Eppenberg-Wöschnau zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Stadt und stimmte somit gleich wie die Mehrheit in den Städten.

Zwar entschieden die Deutschschweiz und die Romandie bei der 99-Prozent-Initiative gleich. Dennoch ist ein Röstigraben erkennbar, unterschied sich das Resultat zwischen den Sprachregionen doch um beachtliche fünf Prozentpunkte.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 66 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 66 Prozent Nein. Die Ablehnung in Gemeinde Eppenberg-Wöschnau fiel somit stärker aus als in der Deutschschweiz.

Die Stimmbeteiligung in Eppenberg-Wöschnau war eine der tiefsten im Kanton Solothurn. Die Beteiligung von 40.5 Prozent bedeutete die fünfttiefste Stimmbeteiligung. Bei 184 Stimmberechtigten sind 74 gültige Stimmzettel eingegangen. Im Kanton Solothurn gingen 52.1 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne. Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 52.4 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.

Aktuelle Nachrichten