Wohnen
In Fehren lebt es sich eher günstiger als in anderen Gemeinden

Wie viel kostet es, in Fehren zu wohnen? Lohnt sich ein Umzug? Eine Studie zeigt, wo die Gemeinde im schweizweiten Vergleich steht.

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Durchschnittlich günstig: Ein Single in Himmelried mit 80'000 Franken Einkommen hat davon 38'400 Franken frei verfügbar.

Durchschnittlich günstig: Ein Single in Himmelried mit 80'000 Franken Einkommen hat davon 38'400 Franken frei verfügbar.

Keystone-SDA
(chm)

In Fehren lebt es sich vergleichsweise eher günstig. Eine Studie der Credit Suisse hat ergeben, dass die Gemeinde, rein aus finanzieller Sicht, zu den ungefähr 40 Prozent der attraktivsten Gemeinden in der Schweiz gehört. 

Die Bank hat in ihrer Studie «Hier lebt es sich am günstigsten» berechnet, wie viel Geld einem Haushalt in der Gemeinde als frei verfügbares Einkommen bleibt, wenn die typischen festen Ausgaben bezahlt sind. Zu diesen Ausgaben gehören einerseits die gemeindespezifischen obligatorischen Abgaben wie Steuern und andererseits Fixkosten wie Wohnkosten.

Attraktiv für alle Modellhaushalte

Im Kanton Solothurn nimmt Fehren bezüglich Wohnattraktivität den 18. Rang ein (unter 107 Gemeinden). Beim Vergleich dreier Modellhaushalte (Single, Ehepaar mit Kinder, Ehepaar ohne Kinder; Details zu Annahmen siehe unten) zeigt sich, dass es sich in Fehren für alle finanziell eher attraktiv lebt.

Die Einkommens-, Vermögens- und Wohnsituation dieser Haushalte unterscheidet sich in der Studie (Details siehe unten). Bei allen wird aber angenommen, dass sie mit dem ÖV ins nächste Grosszentrum (Basel) zur Arbeit pendeln und dass sie ihre Kinder, falls sie welche haben, nicht fremdbetreuen lassen.

Singles: 49 Prozent freies Einkommen

Für eine Einzelperson, die in einer Mietwohnung lebt, 80’000 Franken verdient und 100’000 Franken als Vermögen zur Seite gelegt hat, gehört Fehren zu den eher günstigen Gemeinden. Konkret bleibt dem Einpersonenhaushalt nach Abzug der obligatorischen Ausgaben und Fixkosten 39'000 Franken oder rund 48.8 Prozent des Erwerbseinkommens, was im schweizweiten Vergleich eher viel ist. Der Schnitt aller Gemeinden im Kanton beläuft sich auf 47 Prozent.

Der grösste Teil der Ausgaben dieses Modellhaushalt (71 Prozent) entfällt auf obligatorische Ausgaben wie Steuern, Sozialversicherungsbeiträge oder Krankenkassenprämien. Der kleinere Teil geht für andere Fixkosten wie Miete/Hypothekarzinse oder Energie drauf. Bezüglich obligatorischen Abgaben ist Fehren für einen solchen Singlehaushalt schweizweit teuer, bezüglich Fixkosten ist Fehren günstig.

Eher viel übrig für Ehepaare ohne Kinder

Für ein Ehepaar ohne Kinder, das in der eigenen Wohnung lebt (Stockwerkeigentum), 130'000 Franken verdient und 250'000 Franken als Vermögen zur Seite gelegt hat, ist Fehren ebenfalls eher günstig. Bei dem angenommenen Einkommen und Vermögen bleiben diesem Modellhaushalt 65'200 Franken oder 50.2 Prozent des Erwerbseinkommens. Das ist im schweizweiten Vergleich eher viel und liegt über dem Schnitt der Gemeinden im Kanton (49 Prozent).

Wiederum machen die obligatorischen Abgaben den grösseren Teil der Ausgaben aus (74 Prozent). Bezüglich obligatorischen Abgaben ist Fehren für einen solchen Ehepaarhaushalt ohne Kinder schweizweit teuer, bezüglich Fixkosten ist Fehren günstig.

Abgaben in Fehren generell höher als Fixkosten

Auch für ein Ehepaar mit zwei Kindern, das in der eigenen Wohnung lebt (Stockwerkeigentum), 110’000 Franken verdient und 200’000 Franken Vermögen sein eigen nennt,, ist Fehren eher günstig. Dieser Modellhaushalt hat in der Berechnung 56'900 Franken als frei verfügbares Einkommen übrig (51.7 Prozent des Erwerbseinkommens). Verglichen mit dem ganzen Land ist das eher viel und liegt über dem Schnitt der Gemeinden im Kanton (50 Prozent).

Auch hier machen die obligatorischen Abgaben den grösseren Teil der Ausgaben aus (70 Prozent). Bezüglich obligatorischen Abgaben ist Fehren für einen solchen Vierpersonenhaushalt (2 Eheleute, 2 Kinder) schweizweit teuer, bezüglich Fixkosten ist Fehren günstig.

Credit Suisse hat sich in ihrer Studie, die alle rund fünf Jahre durchgeführt wird, auf die finanziellen Gründe konzentriert, die für oder gegen Fehren als Wohnort sprechen. Nicht berücksichtigt sind andere Gründe, warum die 608 Einwohnerinnen und Einwohner von Fehren gerade in dieser Gemeinde leben.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt. Für die Einstufung in die Kategorien attraktiv, eher attraktiv, durchschnittlich, eher unattraktiv und unattraktiv (oder analog mit günstig/teuer etc.) teilen wir alle Gemeinden in der Schweiz in fünf gleich grosse Gruppen ein (Quintile). Das heisst: In jeder Gruppe befinden sich 20 Prozent der Gemeinden. Hier Geht es zurück zur Übersicht der Gemeinden in Ihrer Region.

Zu ihrer Studie (PDF) bietet Credit Suisse ein Webtool, mit dem Sie verschiedene Haushaltssituationen für jede Gemeinde betrachten können.