Abstimmung
In Beinwil (SO) entscheiden drei Stimmen über die Ehe für alle

Zweimal Nein: So hat Beinwil (SO) bei der eidgenössischen Abstimmung entschieden. Hier finden Sie alle Details zum Resultat in der Gemeinde.

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Die Ergebnisse in Beinwil (SO): 51.2 Prozent Nein zur Ehe für alle

Die Ergebnisse in Beinwil (SO): 51.2 Prozent Nein zur Ehe für alle

(chm)

Beinwil (SO) hat die Vorlage Ehe für alle mit dem höchsten Nein-Anteil im Kanton Solothurn abgelehnt, und zwar mit 51.2 Prozent. Ein Nein schrieben 62 auf den Stimmzetteln, ein Ja legten 59 ein. 66.2 Prozent Ja lautete das Ergebnis zu Ehe für alle im Kanton Solothurn. Auf nationaler Ebene hiess das Resultat 64.1 Prozent Ja.

Zur eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare hatte Beinwil (SO) 2005 auch bereits Nein gesagt. Damals lautete das Resultat zum Partnerschaftsgesetz 64.7 Prozent Nein. 

Das Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde befürwortet (53.2 Prozent).

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 67 Prozent Ja zu Ehe für alle, in den ländlichen gab es 57 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 61 Prozent Ja. Beinwil (SO) zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Land und stimmte somit anders ab als die Mehrheit auf dem Land.

Als eine der wenigen Gemeinden in der Deutschschweiz hat Beinwil (SO) die Vorlage Ehe für alle abgelehnt. Die meisten Gemeinden (rund 10 Prozent) hiessen die Vorlage gut.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 65 Prozent Ja zu Ehe für alle, in der Romandie hiess es 62 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 53 Prozent Ja.

99-Prozent-Initiative scheitert deutlich

Beinwil (SO) hat die 99-Prozent-Initiative klar abgelehnt. 66.7 Prozent stimmten Nein. Ein Nein schrieben 80 auf den Stimmzetteln, ein Ja legten 40 ein. Mit einem ähnlichen Nein-Stimmenanteil von 65.5 Prozent lehnte auch der Kanton Solothurn die Vorlage ab. In der Schweiz lautete das Ergebnis 64.9 Prozent Nein.

Die Gemeinde hatte sich auch in der jüngeren Vergangenheit schon ablehnend gezeigt zu höheren Steuern für gut verdienende und vermögende Personen. Zum Beispiel: Zu einer Erbschaftssteuer sagte die Gemeinde im Jahr 2015 Nein (76.5 Prozent), im Jahr davor gab es in der Gemeinde ein Nein (56.1 Prozent) zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung für Ausländer. Eine Kapitalgewinnsteuer lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 2001 mit 76.2 Prozent Nein ab.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 62 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in den ländlichen gab es 70 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 69 Prozent Nein. Eine klare Mehrheit der ländlichen Gemeinden wie Beinwil (SO) haben die 99-Prozent-Initiative abgelehnt. Rund 97 Prozent dieser Gemeinden lehnten die Vorlage ab.

Zwar entschieden die Deutschschweiz und die Romandie bei der 99-Prozent-Initiative gleich. Dennoch ist ein Röstigraben erkennbar, unterschied sich das Resultat zwischen den Sprachregionen doch um beachtliche fünf Prozentpunkte.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 66 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 66 Prozent Nein. Die Ablehnung in Gemeinde Beinwil (SO) fiel somit ähnlich aus wie in der Deutschschweiz.

Mit 57.3 Prozent lag die Stimmbeteiligung in Beinwil (SO) deutlich höher als im Kanton Solothurn (52.1 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 52.4 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.

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