Büren
Das Leben hier ist vergleichsweise eher teuer

Wie viel kostet es, in Büren zu wohnen? Lohnt sich ein Umzug? Eine Studie zeigt, wo die Gemeinde im schweizweiten Vergleich steht.

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Durchschnittlich günstig: Ein Single in Büren mit 80'000 Franken Einkommen hat davon 38'500 Franken frei verfügbar.

Durchschnittlich günstig: Ein Single in Büren mit 80'000 Franken Einkommen hat davon 38'500 Franken frei verfügbar.

Keystone-SDA
(chm)

In Büren lebt es sich vergleichsweise eher teuer. Eine Studie der Credit Suisse hat ergeben, dass die Gemeinde, rein aus finanzieller Sicht, zu den ungefähr 30 Prozent der unattraktivsten Gemeinden in der Schweiz gehört. 

Die Bank hat in ihrer Studie «Hier lebt es sich am günstigsten» berechnet, wie viel Geld einem Haushalt in der Gemeinde als frei verfügbares Einkommen bleibt, wenn die typischen festen Ausgaben bezahlt sind. Zu diesen Ausgaben gehören einerseits die gemeindespezifischen obligatorischen Abgaben wie Steuern und andererseits Fixkosten wie Wohnkosten.

Durchschnitt für alle Modellhaushalte

Im Kanton Solothurn nimmt Büren bezüglich Wohnattraktivität den 41. Rang ein (unter 107 Gemeinden). Beim Vergleich dreier Modellhaushalte (Single, Ehepaar mit Kinder, Ehepaar ohne Kinder; Details zu Annahmen siehe unten) zeigt sich, dass es sich in Büren für alle finanziell durchschnittlich attraktiv lebt – der Indexwert der Credit Suisse lässt Büren demgegenüber etwas unvorteilhafter erscheinen.

Die Einkommens-, Vermögens- und Wohnsituation dieser Haushalte unterscheidet sich in der Studie (Details siehe unten). Bei allen wird aber angenommen, dass sie mit dem ÖV ins nächste Grosszentrum (Basel) zur Arbeit pendeln und dass sie ihre Kinder, falls sie welche haben, nicht fremdbetreuen lassen.

Singles: 48 Prozent freies Einkommen

Für eine Einzelperson, die in einer Mietwohnung lebt, 80’000 Franken verdient und 100’000 Franken als Vermögen zur Seite gelegt hat, gehört Büren zu den durchschnittlich günstigen Gemeinden. Konkret bleibt dem Einpersonenhaushalt nach Abzug der obligatorischen Ausgaben und Fixkosten 38'500 Franken oder rund 48.1 Prozent des Erwerbseinkommens, was im schweizweiten Vergleich durchschnittlich viel ist. Der Schnitt aller Gemeinden im Kanton beläuft sich auf 47 Prozent.

Der grösste Teil der Ausgaben dieses Modellhaushalt (69 Prozent) entfällt auf obligatorische Ausgaben wie Steuern, Sozialversicherungsbeiträge oder Krankenkassenprämien. Der kleinere Teil geht für andere Fixkosten wie Miete/Hypothekarzinse oder Energie drauf. Bezüglich obligatorischen Abgaben ist Büren für einen solchen Singlehaushalt schweizweit eher teuer, bezüglich Fixkosten ist Büren eher günstig.

Durchschnittlich viel übrig für Ehepaare ohne Kinder

Für ein Ehepaar ohne Kinder, das in der eigenen Wohnung lebt (Stockwerkeigentum), 130'000 Franken verdient und 250'000 Franken als Vermögen zur Seite gelegt hat, ist Büren ebenfalls durchschnittlich günstig. Bei dem angenommenen Einkommen und Vermögen bleiben diesem Modellhaushalt 62'500 Franken oder 48.1 Prozent des Erwerbseinkommens. Das ist im schweizweiten Vergleich durchschnittlich viel und liegt im Schnitt der Gemeinden im Kanton (49 Prozent).

Auch hier machen die obligatorischen Abgaben den grösseren Teil der Ausgaben aus (70 Prozent). Bezüglich obligatorischen Abgaben ist Büren für einen solchen kinderlosen Ehepaarhaushalt schweizweit eher teuer, bezüglich Fixkosten ist Büren eher günstig.

Abgaben in Büren generell höher als Fixkosten

Auch für ein Ehepaar mit zwei Kindern, das in der eigenen Wohnung lebt (Stockwerkeigentum), 110’000 Franken verdient und 200’000 Franken Vermögen sein eigen nennt,, ist Büren durchschnittlich günstig. Dieser Modellhaushalt hat in der Berechnung 53'900 Franken als frei verfügbares Einkommen übrig (49 Prozent des Erwerbseinkommens). Verglichen mit dem ganzen Land ist das durchschnittlich viel und liegt im Schnitt der Gemeinden im Kanton (50 Prozent).

Erneut machen die obligatorischen Abgaben den grösseren Teil der Ausgaben aus (65 Prozent). Bezüglich obligatorischen Abgaben ist Büren für einen solchen Ehepaarhaushalt mit zwei Kindern schweizweit eher teuer, bezüglich Fixkosten ist Büren eher günstig.

Credit Suisse hat sich in ihrer Studie, die alle rund fünf Jahre durchgeführt wird, auf die finanziellen Gründe konzentriert, die für oder gegen Büren als Wohnort sprechen. Nicht berücksichtigt sind andere Gründe, warum die 1'059 Einwohnerinnen und Einwohner von Büren gerade in dieser Gemeinde leben.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt. Für die Einstufung in die Kategorien attraktiv, eher attraktiv, durchschnittlich, eher unattraktiv und unattraktiv (oder analog mit günstig/teuer etc.) teilen wir alle Gemeinden in der Schweiz in fünf gleich grosse Gruppen ein (Quintile). Das heisst: In jeder Gruppe befinden sich 20 Prozent der Gemeinden. Hier Geht es zurück zur Übersicht der Gemeinden in Ihrer Region.

Zu ihrer Studie (PDF) bietet Credit Suisse ein Webtool, mit dem Sie verschiedene Haushaltssituationen für jede Gemeinde betrachten können.