Abstimmungsanalyse
Bärschwil hat eine der tiefsten Siegquoten im Kanton Solothurn

Eine Analyse aller Eidgenössischen Abstimmungen seit 1990 zeigt: Im kantonalen Vergleich nimmt Bärschwil eine besondere Rolle ein.

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Hier steht Bärschwil im Vergleich: Jeder Punkt in der Punktewolke ist eine Schweizer Gemeinde, angeordnet von der tiefsten (links) zur höchsten Übereinstimmung ihres Abstimmungsresultats mit dem des Schweizer Stimmvolks. Die Wolkenhöhe gibt an, wie viele Gemeinden eine gleiche Übereinstimmung aufweisen.

Hier steht Bärschwil im Vergleich: Jeder Punkt in der Punktewolke ist eine Schweizer Gemeinde, angeordnet von der tiefsten (links) zur höchsten Übereinstimmung ihres Abstimmungsresultats mit dem des Schweizer Stimmvolks. Die Wolkenhöhe gibt an, wie viele Gemeinden eine gleiche Übereinstimmung aufweisen.

(chm)

In 207 von 283 Abstimmungen seit 1990 stimmte Bärschwil wie das Schweizer Stimmvolk und siegte somit. Das entspricht einer Siegquote von 73.1 Prozent. Kantonsweit ist Bärschwil damit die Gemeinde, die am vierthäufigsten anders abstimmt als die Schweiz.

Nach den tiefsten Siegquoten geordnet bedeutet das Rang 123 (zusammen mit 17 weiteren Gemeinden) unter allen Schweizer Gemeinden.

Am meisten Abstimmungen gewinnt Langenthal (96.1 Prozent). Nur gerade elfmal seit 1990 hat die Berner Gemeinde anders als die Schweiz als Gesamtes abgestimmt. Am häufigsten auf der Verliererseite steht derweil Campo (Vallemaggia) im Tessin. Das Dorf stimmte 117 Mal anders als die Schweiz, was einer Siegquote von 58.7 Prozent entspricht.

Bei praktisch jeder Abstimmung gibt der Bundesrat eine Empfehlung ab, wobei er dabei seit 2009 an den Entscheid des Parlaments gebunden ist. Bärschwil hat eine der tiefsten Übereinstimmungen mit der Bundesratsempfehlung bei Abstimmungen, nämlich 57.2 Prozent (Rang 35 schweizweit). Die durchschnittliche Gemeinde folgt dem Bundesrat in ungefähr drei von vier Abstimmungen (73.4 Prozent).

Von allen grösseren Parteien folgt Bärschwil am häufigsten der SVP. In 69.1 Prozent der Abstimmungen entschieden die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde wie es die Partei empfohlen hatte. Es folgen die BDP (63.3 Prozent) und die CVP (59.4 Prozent).

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Hinweise: Für die Analyse sind 283 Abstimmungen von 1990 bis September 2020 ausgewertet worden. Die Daten stammen vom Bundesamt für Statistik (Abstimmungsresultate auf Gemeindeebene) sowie vom Projekt Swissvotes der Universität Bern (Parolen von Parteien und Organisationen sowie Abstimmungsempfehlungen von Bundesrat und Parlament). Stand bei den Gemeinden ist 2020. Bei Gemeindefusionen hat das BFS die Resultate der fusionierten Gemeinden zusammengezählt.

Gewonnen (respektive verloren) bedeutet im Kontext der Abstimmungen, dass eine Gemeinde gleich (resp. anders) abgestimmt hat als die Mehrheit des Schweizer Stimmvolks. Beim Vergleich von Gemeinderesultaten und Parolen/Abstimmungsempfehlungen wurden nur Abstimmungen berücksichtigt, bei denen eine Institution ein Ja oder Nein empfohlen hat; Stimmfreigabe oder nicht gefasste/unbekannte Parolen wurden ausgeschlossen. Für die Parteiparole wurde jeweils die Empfehlung der nationalen Mutterpartei berücksichtigt. Bei Ranggleichheit unter Gemeinden wird der tiefste Rang angegeben.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.