Oensingen
Für den Sport kommt nun einiges in Bewegung

Der Gemeinderat hat sich bei der Sportstättenplanung für eine klare Richtung entschieden: Der Gemeinderat verzichtet auf den Kauf des Grundstücks östlich der Kreisschule Bechburg. Zum anderen soll die Planung grenzübergreifend passieren.

Alois Winiger
Drucken
Teilen

Solothurner Zeitung

Ein grosser Brocken, diese Sportstättenplanung für Oensingen. Viele Fragen sind noch offen – und doch sieht der Gemeinderat jetzt klarer und hat sich an seiner Sitzung vom vergangenen Montagabend für das Weiterplanen in eine Richtung entschieden.

Dabei stützte er sich auf umfangreiche Abklärungen einer Projektgruppe unter Leitung von Martin Brunner, Ressortleiter Soziales und Kultur, die von der Firma Kontextplan begleitet wird. Zwei zentrale Erkenntnisse haben sich daraus ergeben: Zum einen könne auf den Kauf des Grundstücks östlich der Kreisschule Bechburg verzichtet werden – zumindest vorläufig. Diesem war in ersten Überlegungen zur Sportstätte, die einige Jahre zurückliegen, fast grundlegende Bedeutung zugekommen. Nun habe sich gezeigt, dass das vorhandene Areal südlich des Kreisschulhauses ausreichend sei.

Eine Dreifachhalle – schön wärs

Die zweite Erkenntnis: Bei der Planung müsse über die Gemeindegrenzen hinaus geschaut werden. Bei den Schulen sei derzeit der Bedarf an Sportmöglichkeiten zwar gedeckt. Was aber, so lautete eine Frage, wenn die Kreisschule Bechburg eben doch noch zu einem Sek-P Standort wird? Vonseiten der Sportvereine ist eine Dreifachhalle wünschenswert, darin liessen sich auch grössere Veranstaltungen durchführen. Von Kestenholz her wäre man nicht abgeneigt, sich einzumieten, da man dort Platzprobleme habe, wusste Gemeindepräsident Markus Flury zu berichten. Trotzdem hat der Gemeinderat einstimmig entschieden, dass Pläne für eine Dreifachhalle derzeit nicht weiterverfolgt werden. Zumal es ja mit der Halle allein nicht getan wäre, es käme noch die Parkplatzfrage hinzu.

Sanierung und Inlinehockeyhalle

Die Projektgruppe stellte dem Rat Antrag, sich auf folgende Projekte zu konzentrieren: Die bestehende Turnhalle sanieren; die Aussenanlage sanieren und erweitern; Neubau einer Inlinehockeyhalle, die eine Mehrfachnutzung zulässt. Dem hat der Rat einhellig zugestimmt und somit den Auftrag erteilt, bis Ende dieses Jahres eine Machbarkeitsstudie mit Kostenberechnung zu erstellen. Im Dezember 2012 soll dann der Bevölerkung ein ausführungsreifes Projekt zur Abstimmung vorliegen.

Mit Murren Ja gesagt

Zu verabschieden hatte der Gemeinderat mehrere Schlussabrechnungen. Günstiger als budgetiert fiel die Sanierung Schulhaus Oberdorf aus: 35649 statt 57500 Franken. Beim Strassenstück im Bereich Kreuzung Knaus bis Garage Dubach kam der Ersatz der Wasserleitung um 5000 Franken günstiger als die budgetierten 345000 Franken. Hingegen kostete der Einbau des Ersatzbelags fast 12000 Franken mehr (budgetiert 79000 Franken). Der Gemeinderat sagte zu einem Nachtragskredit mit Murren ja, zumal der Kostenüberschreitung eine Fehlkalkulation vonseiten des Kantons zugrunde liege.

Genehmigt hat der Rat das 45-seitige Vertragswerk zum Dorfzentrum Roggenpark; darin geregelt sind Parzellierung, Tauschvertrag, Baurecht, Kaufrecht und Dienstbarkeit. Zugestimmt hat der Rat ferner den Verträgen mit dem Fussballclub Oensingen. Bekanntlich übernimmt die Gemeinde dessen Clubhaus und vermietet es dem Verein, jedoch unter der neuen Bezeichnung Sporthaus.