Musik
Fünf Bands aus dem Kanton wetteifern in Montreux

Das Auditorium Strawinski und die Miles Davis Hall in Montreux werden am Wochenende vom 24. und 25. November zum Olymp der Brasser, wenn der Schweizerische Brass-Band-Wettbewerb ausgetragen wird. Mit dabei: fünf Bands aus der Region.

Alois Winiger
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In voller Aktion: die Bass Band Breitenbach. wb

In voller Aktion: die Bass Band Breitenbach. wb

Das Auditorium Strawinski und die Miles Davis Hall in Montreux werden am Wochenende vom 24. und 25. November zum Olymp der Brasser, denn dort wird zum 38.Mal der Schweizerische Brass-Band-Wettbewerb ausgetragen. 64 Bands aus der ganzen Schweiz werden dieses Jahr antreten, fünf davon aus dem Kanton Solothurn. Ob es diesmal wieder eine freudige Überraschung gibt so wie letztes Jahr? Da trat nämlich die Projektband Emotion Brass mit Dirigent Armin Bachmann an, zusammengesetzt aus Leuten aus dem ganzen Kanton und der Nachbarschaft, die an den kantonalen Jugendbrassbandlagern dabei waren. Die Formation liess in der dritten Stärkeklasse die ganze starke Konkurrenz hinter sich und verpasste nur um Haaresbreite den ersten Rang.

Mit unterschiedlichem Erfolg

Regelmässig in Montreux dabei ist die Brass Band Solothurn. Beflügelt vom 2. Rang in der 3. Stärkeklasse im Jahr 2006, wagte sie 2007 einen Start in der 2. Klasse, musste sich aber mit dem 15. Rang abfinden. Letztes Jahr arbeitete sie sich in der 3. Klasse wieder nach vorne auf Platz 7. Ebenfalls immer wieder dabei ist die Brass Band Breitenbach. Es gelang ihr in den letzten Jahren nie, auf einen Platz in der ersten Hälfte der Rangliste zu kommen. Das hält sie nicht davon ab, weiterhin in der 1. Klasse anzutreten. Anders die «Konkordia» Büsserach, sie bleibt der 2. Klasse treu, allerdings mit unterschiedlichem Erfolg. 2007 reichte es für den 4. Platz, 2009 nur noch für den 14. Darauf folgte eine Pause.

Ebenfalls nach einer Pause steigt die «Konkordia» Aedermannsdorf wieder in den Wettbewerb ein. Sie tritt wiederum in der 2. Klasse an, in der sie 2007 den 5. Rang erreichte (von 15 Bands). Als einen Meilenstein bezeichnet die Musikgesellschaft Winznau die Teilnahme in Montreux, ist sie doch noch nie bei dieser Schweizer Meisterschaft dabei gewesen. So wie die Brass Band Solothurn wird sie sich mit 14 weiteren Bands zu messen haben.

Ansprüche steigen

Eine Prognose zu stellen ist in mehrfacher Hinsicht schwierig. Denn in der Brass-Band-Szene sind die Ansprüche ständig im Steigen, man spricht von «schneller, höher, lauter». Mitunter werden deshalb Brasser als «wettbewerbsgeil» bezeichnet. Es ist jeweils im Voraus nicht klar, welche Band sich für den Wettbewerb neu ausgerichtet oder verstärkt hat. In den vergangenen Jahren dominierten Bands aus dem Luzernischen und dem Wallis. Dort scheint das Reservoir an guten Bläserinnen und Bläsern schier unerschöpflich, was einer ausserordentlich starken Jugendförderung zuzuschreiben ist. In Rickenbach LU etwa gibt es gleich zwei Brass Bands, und diese sorgten 2009 für ein Highlight in Montreux: Sie belegten die ersten Plätze in der 1. und 2. Klasse.