Die AEK Energie AG habe letztes Jahr gut gewirtschaftet. Dies erklärte Verwaltungsratspräsident Ronald Trächsel den rund 140 Gästen, davon 31 Aktionären, im Personalrestaurant der Scintilla AG in Zuchwil zur Begrüssung. Obwohl: «Die Energieversorgungsunternehmen bewegen sich in einem höchst anspruchsvollen Umfeld mit unklaren politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen.»

Die AEK onyx Gruppe spiele eine wichtige Rolle in der Gesamtstrategie der BKW – sie sei die Schnittstelle zum Markt. Die Bedürfnisse der Kunden schell und flexibel zu befriedigen, sei nur möglich, wenn man nahe bei ihnen sei, erklärte Trächsel. 2020 sei der neue Werkhof der BKW in Luterbach fertiggestellt. Auch hier werde dank der geografischen Nähe die Zusammenarbeit effizienter. Die Anlage des Werkhofs werde nach den höchsten Standards von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gebaut und bringe 100 zusätzliche Arbeitsplätze nach Luterbach.

Er sei überzeugt, so CEO Walter Wirth, die Energiezukunft lasse sich besser mit Innovationen und Unternehmergeist als Verboten und Subventionen bewältigen. «Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit sind die wichtigsten Aspekte, auf die bauen wir», erklärte Wirth. Die neue Führungsstruktur in der AEK onyx Gruppe habe sich bewährt. Sie umfasst die AEK Energie AG, die onyx Energie Mittelland AG, die BKW AEK Contracting AG und diverse Tochtergesellschaften. Sie beschäftigt 245 Mitarbeitende in Solothurn, Langenthal, Luterbach, Balsthal und Bätterkinden und beliefert 80'000 Kunden in 116 Gemeinden mit Energie. «Wir sind eine regional wichtige Arbeitgeberin, Auftraggeberin und Steuerzahlerin: 2018 haben wir im Verbund 22 Mio. Franken investiert und Aufträge für 22 Mio. Franken vergeben.»

«Natürlich sind wir stolz, dass wir mit Aarwangen und der Elektra Seeberg-Grasswil-Riedtwil künftig zwei zusätzliche Gebiete umfassend betreuen dürfen. Wir betreuen inzwischen 32 Energieversorgungsunternehmen», sagte Wirth. Bemerkenswert finde er die Unterschiede im Raum Solothurn und Oberaargau: Die einen Gemeinden beabsichtigen, ein eigenes Elektrizitätswerk zu gründen, während andere Gemeinden ihre Energieversorgung komplett auslagern. Die Beweggründe seien sehr unterschiedlich und nicht immer nachvollziehbar, so Wirth.

AEK-Partnergemeinden

Gerlafingen, Kriegstetten, Lommiswil und Luterbach haben die Energielieferverträge bis Ende 2022 verlängert. Der Vertrag mit Lüterkofen-Ichertswil läuft bis Ende 2020. Lüsslingen wird 2019 von der AEK beliefert, ein Verfahren ist hängig. Offen ist der Entscheid in Langendorf, Subingen und Zuchwil. «Erfreulich ist: Alle Gemeinden haben bestätigt, dass sie mit unseren Dienstleistungen sehr zufrieden sind.» Die AEK habe sich jederzeit fair verhalten und sei an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert, sagte Wirth. (mgt)