Oensingen
Endlich verbinden, was zusammengehört

Der Oensinger Gemeinderat genehmigt neuen einen neuen Gestaltungsplan für das Mühlefeld 2. Damit wird der nördliche mit den südlichen Dorfteil verbunden.

Alois Winiger
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Die Lücke zwischen Mühlefeldcenter 2 (links) und -center 1 ist erklärbar, die Niveaudifferenz von rund 1,20 Metern weniger. wak

Die Lücke zwischen Mühlefeldcenter 2 (links) und -center 1 ist erklärbar, die Niveaudifferenz von rund 1,20 Metern weniger. wak

Solothurner Zeitung

Immerhin gibts seit kurzem eine direkte Verbindung zwischen den Mühlefeldcentern 1 und 2 im Zentrum von Oensingen. Die rund 26 Meter lange Passage musste allerdings als Rampe gestaltet werden, denn die Einkaufsebene von Mühlefeld 2 liegt rund 1,2 Meter höher als jene von Mühlefeld 1. Dieses unterschiedliche Niveau fiel erst so richtig auf, nachdem im Dezember 2009 Mühlfeld 2 eröffnet worden war. Und niemand konnte sich diesen Niveauunterschied erklären. Die Ost-West-Achse, welche die beiden Gebäude bilden, war unterbrochen und zum Zirkulieren ein Umweg nötig.

Der Einfluss des Roggenparks

Inzwischen hat sich in Oensingen sowohl auf wirtschaftlicher als auch auf politischer Ebene einiges getan. Die Lücke beziehungsweise das noch offene Areal zwischen den Centern, das Coop gehörte, ist in neuen Händen und soll nun überbaut werden. Für das Areal besteht ein Gestaltungsplan, der jedoch den heutigen Vorstellungen der Gemeinde nicht mehr entspricht. Für diese ist jüngst eine Entwicklungsstrategie erarbeitet worden (wir berichteten), und das erwähnte Grundstück ist darin als Bestandteil der Nord-Süd-Achse definiert, die vom Raum Schulhaus Oberdorf via Sternenweg bis zur Kreisschule Bechburg reicht.

Zu dieser Achse gehört auch der neben dem Mühlefeld geplante Roggenpark. Und auch dort haben sich die Pläne für die Belegung der Räume geändert, wie von Gemeindepräsident Markus Flury zu erfahren ist. «Man konzentriert sich dort mehr auf Wohnraum, als vorgesehen war, und weniger auf Ladenlokale.» Für solche soll nun Raum geschaffen werden in einem Verbindungsbau zwischen den Mühlefeldcentern 1 und 2. Dieser Bau, teilweise bis 18,5 Meter hoch, ist auf dem südlichen Teil des Grundstücks geplant. Das Erdgeschoss ist für Läden reserviert, die darüber liegenden Etagen für Dienstleistungsbetriebe sowie Wohnungen. «Es laufen bereits konkrete Verhandlungen mit Geschäften und Firmen», sagt Flury.

Zentrumscharakter stärken

Der nördliche Teil der Parzelle wird laut Plan nicht überbaut, sondern als Begegnungsplatz gestaltet, auf dem zum Beispiel Monatsmärkte stattfinden können. «Ist diese Lücke geschlossen, so wird der Zentrumscharakter verstärkt», sagt Flury. Damit sich das Projekt umsetzen lässt, ist ein neuer Gestaltungsplan nötig. Der Gemeinderat hat ihn genehmigt, nun liegt er bei den Behörden in Solothurn. Die öffentliche Auflage ist für Mitte Mai vorgesehen.

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