Erst am 26. September 2010 hatte das Solothurner Stimmvolk die Schliessung der Höhenklinik beschlossen.

Bereits nach dem Frühstück gings los: Gestern liess die Solothurner Spitäler AG (soH) die ersten 10 Patienten der Geriatrie, rund 15 Pflegefachleute und einen Arzt zum Kantonsspital Olten transportieren. «Der Umzug lief wirklich gut ab», zog Doris Wenger, soH-Projektleiterin, gestern eine erste positive Zwischenbilanz. «Die Patienten waren in der gewollten Zeit am neuen Standort. Das Mittagessen nahmen sie bereits in Olten ein.» Die Station sei so vorbereitet worden, dass das mit umziehende Pflegepersonal im Kantonsspital gleich mit der Arbeit habe beginnen können.

Zur Unterstützung gingen dem Pflegepersonal der Klinik sowie den drei Personen der soH-Abteilung Planung und Bauprojekte unter der Leitung von Doris Wenger sechs Helfer eines externen Umzugsunternehmens sowie elf Zivilschützer der
Regionalen Organisation Olten zur Hand. «So hatte jeder Patient einen Betreuer an der Seite, der ihm als Bezugsperson diente und dafür sorgte, dass er und sein Gepäck heil vom Zimmer auf dem Allerheiligenberg ins Zimmer in Olten gelangten», sagt Doris Wenger. Die Transporte fanden per Ambulanzfahrzeug, im grossen Invalidenbus, in dem drei Rollstuhlpatienten Platz haben, sowie im Invalidentaxi statt.

Aufbau einer Akutgeriatrie geplant

Verwendung fanden laut Wenger im Weiteren ein Dreitönner mit Anhänger und ein Sattelschlepper: Damit wurden medizintechnisches Material und Einrichtungsgegenstände transportiert.

Heute Mittwoch werden die zweite Hälfte der rund zwanzig geriatrischen Patientinnen und Patienten sowie die restlichen vier Ärzte verlegt. So finden Geriatrie und Rehabilitation ab sofort auf zwei Stationen im Kantonsspital eine Heimat. Die medizinische Leitung übernimmt Dieter Breil, bisheriger Chefarzt der Klinik Allerheiligenberg.

Dank kleinerer Umbauarbeiten sollen die Patienten am KSO ein entsprechendes Behandlungsumfeld vorfinden. Unter anderem wurde ein grosszügiger Aufenthaltsraum eingerichtet. Vor allem sollen die Patienten laut den soH-Verantwortlichen von der Möglichkeit des unkomplizierten Beizugs von Spezialisten anderer medizinischer Fachdisziplinen profitieren. Bereits auf Anfang 2012 plant die soH den Aufbau einer Akutgeriatrie.

Zweite Tranche am 31. März

Am 31. März ist die zweite Umzugs-Tranche an der Reihe. Dann werden 17 Langzeitpflege-Patienten und das Pflegepersonal der Psychosomatik transferiert. Laut Doris Wenger entlässt man die fünf Patienten der Psychosomatik am 29./30. März für einige Tage nach Hause, bis am 4. April der Betrieb in Olten beginnt. Zusammen mit der Psychosomatik wird die neue Abteilung – neu unter der Leitung der Psychiatrie – acht Kriseninterven-
tionsbetten enthalten und damit künftig elf Patienten Platz bieten. (otr)