Nach einer fünf Monate dauernden Bauphase kann die Pfarrkirche St. Theodul Welschenrohr am kommenden Sonntag in einem feierlichen Gottesdienst wieder ihrer Bestimmung übergeben werden. Das Gotteshaus hat im Innern ein neues Kleid erhalten sowie Zusatznutzungen zugunsten der Kirchenbesucher.

Seit Juni mussten die Katholiken von Welschenrohr ihre Gottesdienste im Pfarreisaal abhalten. Nun geht eine für alle Beteiligten intensive Planungs- und Bauphase zu Ende. Für die Baukommission unter dem Präsidium von Beat Allemann und den begleitenden Architekten Martin Frei von der Solothurner wwb architekten ag ist das Werk gelungen. Insbesondere zeigt man sich erfreut, dass es im Rahmen der finanziellen Vorgaben möglich war, zusätzliche Nutzen für die Kirchenbesucher umzusetzen, die beim Baubeginn nur als Optionen auf dem Papier standen.

Einmal galt es, Wände und Gewölbe von den Schmutzflecken zu befreien, indem man die alten Farbschichten entfernte. Anschliessend wurden Wasser absorbierende Verputz- und Anstrichschichten aufgetragen und die Lüftung verbessert. Um die neuen Lichtquellen besser zum Tragen zu bringen, wurden das Gewölbe in weisser und die Wände in Ockerfarbe angestrichen. Anstelle der bisherigen Kugellampen an den Wänden und in der Mitte des Kirchenschiffes wurden weniger sichtbare Halogenlampen montiert, die ihr Licht nach unten und oben ausstrahlen. Einen markanten Blickfang bietet der neue Kronleuchter. Pfarrer Raimund Obrist wünscht sich denn auch, dass durch den renovierten Raum die Gläubigen zu einem innigeren und intensiveren Mitfeiern angeregt werden sowie das Licht ihre Herzen erreichen und sie noch stärker an Christus, das Licht der Welt, erinnern möge.

Bedarfsgerecht heizen

Eine neue Lichtsteuerung ermöglicht es, die Lichtquellen sektoriell einzuschalten und den Raum je nach Tageszeiten heller oder dunkler zu bestrahlen, um so Lichtstimmungen für die liturgischen Bedürfnisse zu erzeugen. Ebenso entschied man sich, die bisherige durch eine elektronische Liederanzeige zu ersetzen. Ein wichtiger Punkt war auch die Installation einer neuen Steuerung für die Heizung, womit unter anderem auch Energie eingespart werden kann. Eine neue Lautsprecheranlage soll vor allem die Sprachverständlichkeit verbessern. Zudem wurde im hinteren Teil der Kirche eine zusätzliche Induktionsschlaufe eingesetzt, damit auch dort Kirchenbesucher mit Hörgeräten das Gesagte besser verstehen.

Figuren restauriert

Die Kreuzwegstationen und die Heiligenfiguren in der Kirche wurden fachkundig restauriert und wieder an ihre bekannten Orte platziert. Sie prägen nachhaltig das Gesicht des Kircheninnern. Durch Auffrischung und Ergänzung von Dekorationselementen an Empore und Seitenaltären hat die Kirche eine feierlichere Stimmung erhalten, ein Anliegen, auf das Architekt Frei grossen Wert legte. Einer der zwei Beichtstühle wurde in einen Beichtgesprächsraum umgewandelt und der andere in einen Schrankraum für die Aufbewahrung von Messgewändern. Im Kirchenschiff wurden vor dem Chor zwei Bankreihen entfernt, um mehr Platz zu schaffen. Zudem wurde die Schräge einiger Bankreihen weggenommen. Diese werden durch je 18 Stühle auf jeder Seite ersetzt.

Einweihung Sonntag, 31. Oktober, 9.30 Uhr, Festgottesdienst mit Weihbischof Martin Gächter.