Das Projekt «Homerun» ist ein neues Sendegefäss des Fernsehsenders SAT.1 Schweiz. Der Name steht für pures Adrenalin, Action und die Herausforderung, in der Wildnis zu überleben. Kurz gesagt ein Abenteuer mit unsicherem Ausgang.

Das Projekt: 4 Personen werden irgendwo auf der Welt ausgesetzt, zu ihrer Rechten ein Überlebenskünstler und zu ihrer Linken ein Kamerateam. Die Vorgabe lautet: so schnell wie möglich zurück in die Schweiz.

Preise gibt es keine, Sieger sind alle, die es schaffen. Es geht um die Erlebnisse und Eindrücke eines Abenteuers, welches keiner der Kandidaten je vergessen wird. Andreas Ryffel, Barinhaber und Eventmanager aus Solothurn, wurde aus über 1200 Kandidaten zum finalen Casting der letzten 20 eingeladen und hat somit gute Chancen auf das Abenteuer seines Lebens.

«Ich bin ein Weltenbummler, ein Abenteurer. Ich schaue mich immer wieder nach Möglichkeiten wie dieser um», beschreibt Andreas Ryffel seine Beweggründe. Er sei ein engagierter Mensch mit Meilensteinen in seinem Leben, aber er wolle nicht zu weit vorausplanen, das Leben sei ein Abenteuer, niemand wisse, was passiere, und niemand könne es vorbestimmen.

«Darum nehme ich jede Möglichkeit wahr. Dieses Projekt hat mich sehr angesprochen, weil es eine Herausforderung an mich selber ist und ein weiterer Weg, das Leben zu fühlen», meint Ryffel. Am Samstag, 2. Juli, wurde in Magglingen das Casting für das TV-Experiment «Homerun» durchgeführt.

Das finale Casting, nachdem man aus 1200 Bewerbern die dafür am besten geeigneten 20 Personen heraussortiert hat. Dabei mussten die Kandidaten unter strenger Beobachtung der Jury verschiedene Posten erledigen.

«Das Casting hatte bei mir gute 90 Minuten gedauert und war eine Art Postenlauf, wie man es vom Orientierungslauf kennt», so Ryffel. Zur Verfügung hätten die Kandidaten nur eine Karte, ein Sackmesser, ein bisschen Schnur und ein wenig Wasser gehabt.

So mussten die Posten abgelaufen werden. «Am Anfang war ich ziemlich orientierungslos und bin, bis ich einen Förster um Hilfe gefragt habe, zu weit gerannt», erzählt Andreas Ryffel. Er sei dann zurückgelaufen und habe den auf der Karte angegebenen Posten doch noch gefunden.

Die dort gestellte Aufgabe habe gelautet, eine Art Werkzeug mit Hilfe von natürlichen Ressourcen zu fertigen und im Umkreis von 200 Metern verwertbare Nahrung zu sammeln.

«Da ich ein Stück Schnur zur Verfügung hatte, habe ich einen Stein an das Ende eines Stockes gebunden und so eine Art Steinzeithammer gebastelt. Als erlesenes Menü habe ich Tannzapfen und verschiedene Kräuter zusammengestellt. Zum Glück war das Casting im Wald, da hatte ich ja eine grosse Auswahl an Kräutern», schmunzelt Ryffel.

Die nächste Aufgabe sei das Abseilen von einem Hochsitz aus 20 Meter Höhe gewesen. «Diese Herausforderung hat mir grossen Spass bereitet und schnell hatte ich wieder den Erdboden unter den Füssen», erzählt Ryffel.

Der letzte Posten bestand aus einem Interview mit der Jury, die mitten im Wald auf die Kandidaten wartete. Fragen über die persönliche Motivation und die Fitness seien gestellt worden. Die Frage, warum er das machen wolle, habe er mit einer Gegenfrage beantwortet: warum auch nicht?

Solche Projekte seien die Möglichkeit, an einem weiteren Abenteuer im Leben teilhaben zu dürfen. Er habe auch schon vor einem Jahr beim DRS3-«Wohnungstausch» mitgemacht und sei für eine Weile in eine wildfremde Wohnung in Nidwalden gezogen.

«Ich finde an Projekten wie diesen ungemein spannend, dass man immer wieder neue Leute kennenlernt. Ich bin ein sehr offener Mensch und denke, dass ich gut kommunizieren kann. Vielleicht bin ich auch darum in die engere Auswahl gelangt», mutmasst Ryffel.

Wäre es ein Projekt im Stil von «Ich bin ein Star – holt mich hier raus!», in dem es nur darum gegangen wäre, die Leute vor den Fernsehgeräten zu amüsieren, hätte er nicht mitgemacht. «Da hätten sie mich gleich wieder von der Teilnehmerliste streichen können», stellt Ryffel klar.

Das ganze Projekt müsse Niveau aufweisen, aber es störe ihn nicht, wenn er mal ein Blatt essen müsse, oder gezwungen sei, in der Öffentlichkeit Leute wegen Geld anzufragen, um weiterzukommen.

«Schon als ich drei Monate in Südamerika herumgereist bin, habe ich mit extrem kleinem Budget gelebt und bin weit gekommen. Eine Aufgabe wie diese wäre eine echte Herausforderung und es würde mich natürlich unglaublich freuen, wenn ich dieses Abenteuer antreten dürfte», so Andreas Ryffel.