Balsthal
Ein Alptraum, der letztlich eine Traumalp war

Kinder stellten am Balsthaler Fasnachtsumzug dar, was auf einer Alp anzutreffen ist. Ein Alpaufzug der etwas anderen, närrischen Art.

Peter Wetzel
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Solothurner Zeitung

Im unteren Teil der Goldgasse intonierten die Büttysuger nebst andern Stücken nach dem Umzug das Lied «Uf de Alpe obe isch es herrlichs Läbe ...». Das muss unbedingt so sein, wenn man sich den farbenfrohen Kinderumzug angesehen hatte. Dieser stand nämlich unter dem Motto «So ne Alp(traum)». Schule und Kindergarten sei Dank, dass der Umzug zu einem wahren Sehvergnügen wurde. Die fünf Klassen des Kindergartens begaben zusammen mit ihren Kindergärtnerinnen auf ihre Traumalp. Die Kinder erschienen als Ziegen, Schafe, Kühe, Sch(l)afwandler, Sennerinnen und Sennen. Ihre selbst gebastelten Masken und Kostüme waren allerliebst.

Auch kleine Elefanten mit dabei

Mitgeführte Käselaibe, Milchkannen, Heugabeln und andere bäuerliche Requisiten verliehen dem Umzug eine zusätzliche alpenländische Note. Die sechs Klassen des Inselischulhauses boten als Schellenurslis mit grossen und kleinen Schellen, begleitet von bärtigen Älplern, ein besonders schönes Bild. Im Umzug gab es aber auch anderes lustiges Getier wie zum Beispiel kleine Elefanten zu sehen. In einem Alptraum ist schliesslich alles möglich.

300 teilnehmende Kinder

In der Goldgasse, die für einmal wie eine ruhige Alp aussah, nämlich total verkehrsfrei und ohne parkierte Autos, halfen auch die Säulischränzer beim Platzkonzert mit, mit schrägen Tönen auf die kommende Fasnachtszeit einzustimmen.

Die kleineren Fasnächtler vergnügten sich anschliessend im katholischen Pfarreiheim, die grösseren begaben sich in den als Alphütte dekorierten und von den Oldie-Girls geführten «Rössli»-Saal zur «Senne-Party». Zur «Ychesslete» vom Morgen sagte Oberchessler Sascha Spring: «Ich bin sehr zufrieden. Es machten dank dem guten Wetter und den Dritt- und Viertklässlern aus dem Rainfeldschulhaus etwa 300 Kinder mit.»

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