Brandstiftung
Eigenes Haus angezündet? Strafverfahren gegen SoBa-CEO

Die Solothurner Staatsanwaltschaft verdächtigt den CEO der Baloise Bank SoBa, Jürgt Ritz, an seinem Wohnhaus Feuer gelegt zu haben. Sie hat ein Strafverfahren eingeleitet. Ritz weist die Anschuldigungen von sich.

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Jürg Ritz

Jürg Ritz

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Dies berichtet die Zeitung «Der Sonntag». Gegen den 45-jährigen Bankchef Jürg Ritz läuft ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Brandstiftung. Dies bestätigt die Solothurner Staatsanwaltschaft. Ritz wird verdächtigt, am 7. Oktober 2008 sein damaliges Wohnhaus in Oberramsern (SO) in Brand gesteckt zu haben. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Hauseigentümer Jürg Ritz hielt sich zum Zeitpunkt des Brandes in einem Haus von Bekannten in Oberramsern auf; seine Familie weilte in den Ferien. In einer Stellungnahme an die Zeitung «Der Sonntag» weist Ritz sämtliche Anschuldigungen von sich: «Dieses Ereignis (der Brand, die Red.) und der Verlust des eigenen Heims waren für mich und meine Familie äusserst schlimm. In diesem Zusammenhang hat die Staatsanwaltschaft eine Voruntersuchung gegen mich eingeleitet. Dieses standardmässige Vorgehen der Staatsanwaltschaft ist nötig, um zu Ermittlungen in der Privatsphäre und umfassenden Recherchen berechtigt zu sein. Ich möchte festhalten, dass es sich dabei um eine Voruntersuchung handelt; es ist also kein Gerichtsverfahren hängig.»

Staatsanwältin will Fall dieses Jahr abschliessen

Allerdings handelt es sich laut Staatsanwaltschaft nicht nur um eine Voruntersuchung, sondern um ein Strafverfahren. Die stellvertretende Oberstaatsanwältin Sabine Husi sagt: «Ich kann bestätigen, dass wir ein Strafverfahren wegen Brandstiftung führen. Wir hoffen, dass wir es im Verlaufe dieses Jahres abschliessen können.»

Gemäss Informationen des «Sonntags» wurden bei den Ermittlungen gegen den CEO sämtliche Bankkonto-Bewegungen und Telefonanrufe rückverfolgt. Mit welchem Ergebnis, ist unklar. Aus dem Umfeld von Jürg Ritz verlautet, die Staatsanwaltschaft schiesse sich auf «den Falschen» ein. Es werde letztlich keinen Fall Ritz, sondern einen Fall Staatsanwaltschaft geben. Das Vorgehen des zuständigen Staatsanwaltes - er hat unlängst erfolglos als Amtsgerichtspräsident kandidiert - sei zumindest fragwürdig. (rsn)

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