Eishockey NLB

EHC Olten siegt in La Chaux-de-Fonds in extremis

Della Rossa (12) beim Spiel vom Dienstag, 10.1.11

EHC Olten: Platz 4 wieder in Reichweite

Della Rossa (12) beim Spiel vom Dienstag, 10.1.11

Der EHC Olten gewann das NLB-Duell in La Chaux-de-Fonds mit 6:5. Nach 40 Minuten lagen die Gäste noch mit vier Toren Differenz vorne. Am Schluss musste der EHC aber doch noch arg zittern.

Olten ging nach knapp zwölf Minuten durch Annen in Führung. Obwohl La Chaux-de-Fonds in den ersten 20 Minuten leichte Vorteile hatte. Es war am 8. Oktober, als die Oltner zuletzt mit einem Vorsprung zum ersten Pausentee konnten. Der Gegner damals: La Chaux-de-Fonds. Das Resultat: 1:0. Dauerte es an besagtem Samstag weitere vierzehneinhalb Minuten, ehe die Powermäuse zwei weitere Treffer zum 3:0 nachgelegt hatten, brauchten sie gestern Abend nur gerade sechs. Dabei ging Letzterem, einem schön abgeschlossenen Solo-Gegenstoss Wüthrichs, eine durchaus spielentscheidende Szene voraus. Haldimann blockte seinen Gegenspieler am Rande der Regelwidrigkeit, ehe Sertich via Bande den späteren Torschützen auf die Reise schickte.

Spektakel und Tore ohne Verschnaufpausen

Die restlichen vierzehn Minuten in Abschnitt zwei boten Spektakel und Tore ohne grosse Verschnaufpausen. Der vierte Gästetreffer, ein haltbarer Schuss Annens, war der eine zu viel für HCC-Hüter Ciaccio, der seinen Kasten räumen musste.

Die Gäste konnten sich ob der komfortablen Führung indes nicht allzu lange freuen: Nach einem Doppelschlag innert 41 Sekunden waren die Neuenburger wieder dran. Und doch hatte die Viertore-Führung nach 40 Minuten wieder Bestand, wenn auch ganz knapp. Hirt hatte nach 37 Minuten einen Lüthi-Schuss zum 2:5 abgelenkt, und Redenbach verwertete zwei Sekunden vor der Sirene einen Sertich-Pass gar zum 2:6. Dass die Gäste zu diesem Zeitpunkt mit einem Mann weniger agieren mussten, unterstreicht den mehr als unglücklichen Auftritt der Gastgeber in diesem Abschnitt.

Rückstand auf Platz 4 halbiert

Die Gründe für das sich abzeichnende Debakel für den Tabellenvierten lagen im praktisch inexistenten Körperspiel. Die Gäste waren sich für keinen Check zu schade und schufen sich dadurch entscheidende Vorteile. Immerhin gelang es den Einheimischen, den kurz vor Drittelsende eingefangenen Shorthander mit dem 3:6 einigermassen zu kompensieren. Und als sie zu Drittelsmitte innert 68 Sekunden auf 5:6 verkürzten, schien plötzlich wieder alles möglich in der Les Mélèzes. Die Fans peitschten ihr Team in die immer gleiche Richtung, doch Michael Tobler im EHCO-Tor bedeutete stets die Endstation der zunehmend wilderen HCC-Angriffsversuche. Dank des Sieges konnte der Rückstand auf den so wichtigen vierten Platz auf drei Punkte halbiert werden. (mf)

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