Nennigkofen/Lüsslingen

«Dr Füdlibürger» feiert sein 20-Jahre-Jubiläum

Peter Laubscher (l.), Hans Leuenberger und ihr nun 20-jähriger «Füdlibürger».  (Foto: Daniel Rohrbach)

Narrenzeitung «Füdlibürger» aus Nennigkofen und Lüsslingen feiert sein Zwanzigstes.

Peter Laubscher (l.), Hans Leuenberger und ihr nun 20-jähriger «Füdlibürger». (Foto: Daniel Rohrbach)

Die Narrenzeitung aus Nennigkofen und Lüsslingen kann anlässlich der Fasnacht 2011 auf ein Vierteljahrhundert zurückblicken.

Peter Laubscher und Hans Leuenberger aus Nennigkofen können heuer mit dem 25. Jahrgang ihrer Fasnachtszeitung «dr Füdlibürger» aufwarten. «Wir sind tagesaktuell», sagt Peter Laubscher. Wenn jemand am Mittwoch noch einen Bock schiesse, dann stehe es zwei Tage später in der neuen Ausgabe des «Füdlibürgers» garantiert drin. Die «erste politisch unabhängige Narrenzeitung von Nennigkofen und Lüsslingen» erscheint - pünktlich zum Fasnachtsbeginn in den beiden Aaretaldörfern - immer am Freitag nach Aschermittwoch. Und dies seit nunmehr einem guten Vierteljahrhundert. An der diesjährigen Fasnacht werden Peter Laubscher und sein Mitstreiter Hans Leuenberger zum 25. Mal das Dorfgeschehen des vergangenen Jahres aus närrischer Sicht Revue passieren lassen. «Weil die erste Zeitung gut bei den Leuten ankam, sagten wir uns damals, das machen wir im nächsten Jahr wieder», erinnert sich Hans Leuenberger. So ging es von Jahr zu Jahr bis zum heutigen Tag.

Nur positive Reaktionen

«Wir zielen nie unter die Gürtellinie», sagt Hans Leuenberger. Frech, lustig, manchmal auch bissig, soll «dr Füdlibürger» sein. Dabei verschonen die beiden Herausgeber sich selber keineswegs. So sei es schon ein paar Mal vorgekommen, dass sie sich gegenseitig «in die Zeitung getan» hätten.
In all den Jahren, in denen die beiden nun ihre Zeitung machen, hätten sie eigentlich nur positive Reaktionen erhalten. Mit einer Ausnahme. «Einmal hat mich jemand ganz aufgebracht angerufen, und mir deutlich seine Meinung gesagt», erzählt Leuenberger. Nur habe sich die betreffende Person geirrt. Sie war nämlich von einer anderen Fasnachtszeitung aufs Korn genommen worden.

Mit dem Fisch «gschweiget»

Mit der Arbeit an ihrer Zeitung ist das fasnächtliche Treiben Leuenbergers und Laubschers nicht erschöpft. An der «Narre-Nacht» (siehe Text unten), die jeweils am Freitagabend in der Mehrzweckhalle Nennigkofen-Lüsslingen über die Bühne geht, führen die beiden durch das Programm. Und seit 1987 gehören sie dem Solothurner Hauptgassleist an. An der Solothurner Fasnacht war es auch, an der Peter Laubscher zu einem Utensil kam, das seither von seiner närrischen Ausstattung nicht mehr wegzudenken ist: ein Fisch aus Plastik, der in einer Fasnachtsbeiz als Dekoration diente. Mit diesem hat er kurzerhand einen etwas vorlauten Mitfasnächtler «gschweiget».

Heute setze er den Fisch nur noch symbolisch ein, versichert Laubscher. Etwa bei Sketchen. Gerne leitet er auch seine Auftritte ein mit dem Ruf: «Heute frische Fische!» Der Auftritt von Laubscher und Leuenberger an der «Narre-Nacht» hat dazu geführt, dass sie von vielen als Schnitzelbankgruppe wahrgenommen werden. Dies seien sie aber nicht. «Wir machen fasnächtliche Sketches und sind dabei relativ spontan», sagt Leuenberger. Und garantiert werden sie dabei auch ganz spontan ihren «Füdlibürger» unter die Leute bringen. Absatzschwierigkeiten kennen sie nicht. Die gesamte Auflage sei jeweils schnell ausverkauft. «Zumindest, seit wir nicht mehr 100000 Exemplare drucken lassen», erklärt Peter Laubscher.

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