Augustwetter
Doch noch so etwas wie ein Sömmerchen im August

Der dritte Sommermonat war auch der wärmste und trockenste. Der August rückte mit einer kurzen, aber intensiven Hitzewelle den Sommer 2011 wenigstens noch auf die Stufe Mittelmass.

Wolfgang Wagmann
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Gewitter im Solothurnischen

Gewitter im Solothurnischen

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Der August knackte gerade noch die magische Durchschnittmarke von 19 Grad, was der Juli und Juni klar verpasst hatten. Damit blieb der gesamte Sommer in Solothurn nur einige Zehntel Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Die 18,6 Grad sind jedenfalls Welten vom Jahrtausendsommer 2003 entfernt, als jeder Sommermonat mehr als 22 Grad in die Statistik gebracht hatte.

Eher bedenklich ist die Tatsache, dass auch der in den letzten Jahren eher überdurchschnittlich nasse August ebenfalls die lange Reihe von zu trockenen Monaten in diesem Jahr fortsetzt. Zur Erinnerung: Nur gerade der Juni und der Juli kamen punkto Niederschlagsmenge einigermassen in die Nähe des Normalbereichs – alle andern sechs Monate waren deutlich zu trocken. Der August brachte es in Solothurn mit 67 Litern pro Quadratmeter und 78,1 Litern im Wallierhof Riedholz nur gerade auf die Hälfte des langjährigen Mittels.

Als die Ferien vorbei waren

Bei schönstem Wetter konnte der 1. August gefeiert werden, allerdings waren die Abendtemperaturen weit von einer Tropennacht entfernt. Schon am 3. August trübte sich das Wetter wieder ein, und vor allem das erste Augustwochenende fiel regelrecht ins Wasser: 20 Liter Regen innert weniger Stunden hatte es schon lange nicht mehr gegeben. Dieser Kaltfront folgte eine zwar trockene, aber windig-kühle letzte Schulferienwoche; ja am Montag, 8. August, riss der böige Westwind sogar einzelne Marktstände in der Stadt um. Gewittrig und feucht zeigte sich auch der Lostag Mariae Himmelfahrt am 15.August, der im Volksempfinden häufig als eigentlicher Herbstanfang tituliert wird.

Doch weit gefehlt: Mit dem Ende der Sommerferien durften die Badi-Wirte endlich einen Ansturm auf ihre Kassen erleben: Von Tag zu Tag wurde es nun wärmer und sonniger, und ab dem 21. August täglich die 30-Grad-Marke erreicht, ja an Orten wie in den Altstadtmauern sogar deutlich übertroffen. Sogar die Aare brachte es nun auf 23 Grad. Das Sommerende kam am Freitag, 26. August, mit einer so noch nie gesehenen Unwetterwarnung der Stufe 4 des Bundes – die sich aber angesichts des bisschen Windes, wenig Regen und nur vereinzelt Blitz und Donner als völlig übertrieben erwies. Die Abkühlung aufs letzte Augustwochenende mit seinen vielen Festivitäten in der Stadt fiel dagegen ernüchternd markant aus, erst gegen Monatsende kehrte nochmals ein Hauch von Sommer zurück.

Kommt schon bald der Herbst?

Nach dem doch noch fast hochsommerlichen Wochenende geht es nun eher wechselhaft weiter. Ob in der übernächsten Woche das nordatlantische Frontensystem die Schweiz wirklich erfasst, wie es die Modelle andeuten, und dieses und dann auch nasse, herbstliche Tage bringt, ist derzeit noch offen.

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