Laupersdorf

Die Wünsche sind teuer, die Kassen in Laupersdorf leer

Laupersdorf aus der Vogelperspektive

Laupersdorf aus der Vogelperspektive

Vor einem Jahr wurde Laupersdorf eine «kinderfreundliche Gemeinde». 18 Kinderwünsche sollen deshalb erfüllt werden. Doch noch kein einziger dieser Punkte wurde bis heute erfüllt.

Im November 2010 erlangte die Solothurner Gemeinde Laupersdorf die Auszeichnung «Kinderfreundliche Gemeinde». Die Initiative hat die Umsetzung der Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene zum Ziel. Wegen dem grossen Grundangebot für Kinder und Jugendliche wurde die Gemeinde ausgezeichnet.

Kein einziger Punkt wurde realisiert

Im Rahmen zweier Workshops wurden mit der Hilfe der Laupersdorfer Jugend 18 Punkte erarbeitet, um das Freizeitleben der Jungen zu verbessern. Ping-Pong-Tische, ein Eisfeld im Winter und ein Skaterplatz sollten unter vielen anderen Traktanden entstehen. Nach einem Jahr kommt raus, keiner der 18 Punkte wurde realisiert.

Wünsche sind nicht billig

Gegenüber dem Regional Journal sagte Gemeinde-Verwalter Stefan Schaad: «Die Wünsche der Kinder sind nicht billig, und das Geld der Gemeinde ist knapp.» Das Ziel sei es nun die 18 Punkte so umzusetzen, wie es die Gemeinde gewohnt sei: «Nicht mit viel Geld, sondern mit der Zusammenarbeit zwischen Werkhof, Firmen und der Schule.»

In zwei Jahren alle Wünsche erfüllt

Diesen Winter können die Kinder Schlittschuhlaufen, verspricht Schaad, und im nächsten Jahr wolle der Gemeinderat den Schulhausplatz umgestalten. Für 30‘000 Franken. Im Dezember entscheidet die Gemeindeversdammlung über die Neuerungen. Und auch die restlichen Wünsche werden sich bald erfüllen. In spätestens zwei Jahren will Laupersdorf jeden Punkt der Liste abgehakt haben. (cht)

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