Wanderwege
Die Wanderwege als grösste Sportanlage

Solothurner Wanderwege Im Norden der «Berg» in tiefem Blau, in der Gegenrichtung die weisse Alpenkette. So präsentierte sich die Welt einladend für die Mitglieder der Solothurner Wanderwege an der Jahresversammlung in der Kächschür Oberdorf.

Agnes Portmann-Leupi
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Präsident Fredy Schmitter zieht die Fäden des Vereins. apb Präsident Fredy Schmitter zieht die Fäden des Vereins. apb

Präsident Fredy Schmitter zieht die Fäden des Vereins. apb Präsident Fredy Schmitter zieht die Fäden des Vereins. apb

Solothurner Zeitung

Ein 1300 Kilometer langes Wanderwegnetz prüft, signalisiert und unterhält der Verein der Solothurner Wanderwege. Für die Bezirksleiter und Helfer der neun Bezirke heisst das konkret, die Kilometer ablaufen, kontrollieren, Tafeln ersetzen, Wegweiser reinigen, Rhomben ausbessern, Weiddurchgänge reparieren, Farbmarkierungen erneuern. Im letzten Jahr wurde laut Markierungschef Hans Küpfer (Zuchwil) mit der Erneuerung der grossen Orientierungstafeln an Bahnhöfen und an zentralen Orten begonnen. Die erste gesetzte Tafel steht am Bahnhof Solothurn, welcher zudem total neu markiert wurde.

Der Verein mit seinen 754 Mitgliedern – anwesend sind deren 100 – unter dem Präsidium von Fredy Schmitter (Oberdorf) fördert aber auch das Wandern als gesunde und kostengünstige Freizeitaktivität. Jährlich organisiert er 21 Sonntagswanderungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, für welche sich im letzten Jahr 588 Personen begeisterten. Das Angebot, auch für Nichtmitglieder, lockt heuer wieder in vielversprechende Ecken der Schweiz. Das Programm ist unter www.solothurner-wanderwege.ch ersichtlich.

Solothurner Wege im Tele M1

Am 29. Mai findet eine Sternwanderung der Kantone AG, BS, BL und SO statt. Werner Madörin, von den Wanderwegen beider Basel, und Hans-Peter Widmer von den Aargauer Wanderwegen bedankten sich denn auch für die guten Kontakte. 100 grenzüberschreitende Wanderwege existieren laut Hans-Peter Widmer, der dabei das «Highlight», die internationale Route vom Plattensee bis zu den Pyrenäen erwähnte. «Wandern reduziert das herrschende, rasende Tempo ins Schritttempo.» Und überzeugt fügte der Aargauer an: «Nur, wo man zu Fuss war, war man wirklich.»

Der Bezirksleiter Olten-Gäu, Georg Nünlist (Oensingen), hat aus Altersgründen demissioniert. Als Nachfolger stellt sich Bruno Soland (Wangen b. Olten) zur Verfügung. Mit Josef Bussmann (Balsthal) erhält der Verein einen zusätzlichen Wanderleiter, der selber schon zu Fuss die Strecken Balsthal–Wien und Balsthal–Paris zurücklegte.

Kassier Roland Stampfli (Niederwil) präsentierte die Jahresrechnung 2010 bei einem Ertrag von 198 081 und einem Aufwand von 203 859 mit einem Verlust von 5778 Franken. Das Eigenkapital beträgt rund 115000 Franken. Zugesichert hat der Kanton für weitere zwei Jahre die Leistungsvereinbarung von jährlich 105000 Franken.

Thomas Stüdeli, Geschäftsführer/Wegebauchef, präsentierte im Anschluss Filmausschnitte aus «Fit + Well» von Tele M1, in welchen der Solothurner Verein integriert war. Themen bildeten das Wandern, die Gesundheit, die Ausrüstung von den Stöcken über Rucksack bis hin zur Kleidung und Ernährung. «Wanderwege sind die grösste Sportanlage der Schweiz», war dabei zu vernehmen.

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