Seit Juni präsentiert sich die Webseite www.solothurn-city.ch von Region Solothurn Tourismus im neuen Kleid - oder besser: in neuer «Uniform». Um nämlich die Dachmarke Jura-Trois-Lacs (Jura & Drei-Seen-Land) auch vor Ort stärker zu verankern, wurde nun der optische Auftritt der Seite www.juratroislacs.ch übernommen.

Zudem werden auch die Drucksachen unter der Dachmarke, aber mit dem Zusatz «Solothurn», geführt. «Da wir Mitglied von Jura-Trois-Lacs sind, wollen wir auch die Destination gemeinsam vermarkten und haben das Erscheinungsbild des Unternehmens deshalb angepasst - eine wichtige Referenz gegen aussen», sagt Tourismusdirektor Jürgen Hofer. «Bisher waren wir dazu mit den bestehenden Ressourcen noch nicht imstande.»

Neu ist aber nicht nur die Optik: Auch kommt www.solothurn-city.ch jetzt durchgehend dreisprachig (französisch, englisch, deutsch) daher, während sie vorher nur unvollständig zweisprachig war.

Für die Region und darüber hinaus

«Die Inhalte hingegen sind die gleichen geblieben», fügt Hofer hinzu, dies mit dem Hinweis, dass gewisse Bereiche wie ein Teamporträt noch folgen werden. So bilden sie einerseits das Angebot von Stadt und Region ab, sind darüber hinaus aber mit dem Angebot der gesamten Jura-Trois-Lacs-
Destination verbunden.

Umgekehrt gelangen Interessierte des ganzen Einzugsgebiets auch auf die Solothurner Homepage, die mehr sein soll als bloss ein statischer «Digitalprospekt». Die Besucher der Webseite sollen, wie Hofer sagt, «nicht nur die schöne Region gezeigt bekommen, sondern gleich buchen können, zum Teil gar ab der Einstiegsseite.»

Für ihn ist klar, dass sich das Tourist Office - nicht nur in Solothurn - immer mehr zu einer Verkaufsorganisation mausert. Dass es auch in Solothurn die allgemeine Haltung widerspiegelt, selbst Gewinne zu erwirtschaften, erläutert Hofer wie folgt: «Wir erhalten zwar mit 420 000 Franken einen grosszügigen Betrag von der Stadt Solothurn. Aber als einzige Organisation im Jura-Trois-Lacs-Verbund fliessen uns keine kantonalen Gelder zu.»

Mehr Bewegungsfreiheit

So gebe jeder selbst erwirtschaftete Franken mehr Bewegungsfreiheit und vor allem mehr Legitimation gegenüber der Öffentlichkeit. Und auch wenn sich die Verkaufsorientierung nicht im Ausmass einer Top-Feriendestination wie Laax oder Flims umsetzen lasse: «E-Marketing ist ein Trend, der anhält und weitergeht.»

Auch in anderer Hinsicht will Solothurn weiter «mit der Zeit gehen», wie Hofer anmerkt. In Planung ist eine Call-Center-Nummer für die gesamte Jura-Trois-Lacs-Destination, dies als Auskunfts- oder Schnittstelle für touristische Anfragen. Als realistischen Zeitpunkt für die Einführung einer solchen Zentralnummer nennt Hofer 2014, frühestens aber 2013.