Welschenrohr
Die Narren zogen auch ohne einen Ober voll durch

Eine bewährte Fasnacht bot sich in Welschenrohr dem närrischen Volk – trotz «Sedisvakanz» auf dem Obernarrenstuhl.

Walter Schmid
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Darf am Umzug nicht fehlen: die einheimische Guggenmusik. wsw

Darf am Umzug nicht fehlen: die einheimische Guggenmusik. wsw

Solothurner Zeitung

Auch ohne Obernarr war die Fasnacht ein voller Erfolg. Die Mitglieder des Narrenkomitees Schnapsloch teilten die Aufgaben unter sich auf und zogen das bewährte Programm durch. Mit Umzug und Maskenball bildet der Samstag seit eh und je den Höhepunkt. «Der Samstag ist ideal, da einige Gruppen an diesem Tag gerne nach Welschenrohr kommen», meinte der Umzugsverantwortliche Frank Bielmeier. Tatsächlich reisten die Buchsi Schränzer aus Herzogenbuchsee und die Alte Garde aus Biel-Mett an. Aber auch die Nachbarschaft war gut vertreten: Schliim-Schisser, Füürschnägge und Polargeischter aus Matzendorf, Säulischränzer und Macarenas aus Balsthal. Immer wieder zu Gast ist Niederbipp mit der Fausake Zunft.

Den Anfang bildete der Wagen des Narrenkomitees, gefolgt vom Kindergarten und der einheimischen Gugge Böögge Brätscher. Die Schulen waren mit Krokodilen vertreten. Mit ihren Wagen nahmen die Ortsvereine Aktuelles aufs Korn: «S het Schnee und Sunneschin und Lüüt, doch ohni Strom, do lauft halt nüüt. Die ganzi Schiliftgsellschaft stutzt: Hets ächt em Bigler d Sicherig putzt?». Nach dem Umzug warteten viele Besucher auf die Schnitzelbank des Fussballklubs. Witzige Texte hinterlegt mit gängigen Melodien nahmen lokale Ereignisse auf die Schippe. Anwesende Betroffenen quittierten die gelungenen Verse mit viel Applaus.

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